Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

der christlichen Äugend dem Staate bey weitem wichtigereVortheile zurückgaben, als sie von demselben empfangen hat-ten? Ihr wisset es, gebietende Herren! (und selbst ihreFeinde geben ungeachtet des Hasses und der Mißgunst,welche noch ihre traurigen Reste oder das Andenken derjeni-gen, die nicht mehr sind, verfolge», der Wahrheit, der Er-fahrung und dem Augenschein dieses Zeugniß) ihr wisset,ihr sehet, ihr saget es ohne Aufhören, und seufzet darüber,daß nämlich ihre Aufhebung den Verfall der Sitten, dernützlichen Studien, der löblichen Gebräuche, und der aufer-banlichen, nützlichen und trostreichen Uebungen nach sich ge-zogen habe 2). Eine dicke Wolke, die schreckhafte Nacht derUnwissenheit, und das finstere Chaos der Unordnung herrschtheut zu Tage fast durchgehendö an jenen religiösen Orten,wo ehemals die Fackel der Erziehung, die Flamme der Tu-gend, das Licht der Beredsamkeit, der Glanz des öffentlichenGottesdienstes, die Majestät der Religion in ihrer ganzenPracht schimmerte, so wie es gelehrte und weise Schriftstel-ler der Französischen Nation bewiese», ehe eine Ver-sammlung sich vereinigte, welche, da sie we-der von Vernunft noch Religion sich leitenließ, die Erwartung der Nation hinterging,und hingerissen von Dummheit, Rausch undWuth, welche von Jansenismus, und, waS

*) ES ist eine erbärmliche Auöstucht, daS Sittenverderbniß, denVerfall der wissenschaftlichen Erstehung u. s. s- der AufhebungdeS Jesuitenordens beyzumessen. Wer in der Geschichte nichtganz Fremdling ist, weiß es, daß a» allen katholischen Höfe»,gerade allemal ;u einer Zeit, in welcher die Jesuiten am höchstenin Ansehen stunden, und folglich der Despotismus am stärkstenwüthete, die Sitten am meisten verdorben waren. Es ist Despo-tismus und Sitrenlosigkeit so enge mit einander verbunden, daßdas eine ohne daS andere nicht bestehen kann- Ein Volk mit gu-ten Sitten schickt sich für willkührliche und grausame Regierungennicht.