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Sechzehntes Buch.
„Doch weil dieser Nationalwnnsch, so zuverlässig ichauch sonst, nach dem mir bekannten Ton und Geiste derNation davon überzeugt bin, dennoch meines Orts nur idea-lisch, und also noch voransgangig eines nahem und gründ-lichern Beweises bedürftig ist, so glaube ich noch weiter un-maßgeblich, daß Se. Kurfürst!. Durchlaucht bey Jncammi-nirung desselben zu gleicher Zeit nntertha'nigst gebeten werdenmüsse, daß Höchstdieselben diesen National- und Uni-versalwunsch allvorderst gründlich prüfen und wahr ma-chen zu lassen, folglich zu dem Ende eine besondere Hofkom-nnsston von einigen bewahrten, unbefangenen und rechtschaf-fenen Männern aus dem Hof- Policey- und Landeöregie-rnnqsrathe, dann dero Stadtmagistrate selbst niederzusetzengnädigst geruhen möchten, welche sodann jeden Hausinhaberso wohl, als jedes Familienoberhaupt männlichen und weib-liche» Geschlechts, ohne Standes Unterschied sonderbar ->ä?r,)tooollukii zu vernehmen hatte: Ob si: nebst Unter-zeichnung ihres Charakters, Profession undWohnorts, mit allenfallsigcr Aufnehmung und wiederumi-ger Einsetzung des in Frage stehenden Jesuitenordens beydiesem so «»rathendem und andringlichcm Zeitpunkte verstan-den waren oder nicht
*) Man wird sich nicht sehr irren, diesen Vorschlag für das feineProjekt einer heimlichen Inquisition zu halten. Allerdings konnteder Verfasser zum Voraus wissen, daß alle Leute von beschränk-ten Einsichten, alle Unwissende, alle Bigotte, alle Sodalei,der jesuitischen Kongregation, alle Affilirte des Ordens, alleBeichtkinder desselben, alle reichen Wittfrauen und junge Wei-ber, mit der Wiedereinsetzung deS Jesuitenordens höchst einver-standen seyn würden. Er konnte aber auch wissen, daß ein sol-ches Projekt von allen einsichtsvollen, verständigen Männern,von dem größten Theile des Adels, von vielen^Gliedern deSPrälaten standes, von unzählige» kurfürstlichen Räthen und Ma,gistratspesonen verworfen werden würde. Wenn nun der Uni-versalwunsch nach den Köpfen, und nicht nach dem Maße der