Band 
Vierter Bnad.
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Sechzehntes Buch.

in dem ruhigsten Besitze einer glücklichen Staats- und Reli-gionsverfassnng erhalten haben, wir gegen diese würdigeMänner im höchsten Grade undankbar seyn würden, wennwir nicht glauben wollten, daß diese unerschütterliche Strei-ter «), für die katholische Religion und monarchische Regie-rungsform jetzt ungleich mehr als damals noth-wendig sind st-), Lasset unS also bey Zeiten auf unsererinnerliche» Hut seyn, und unverzüglich darzuthun, weil derma-len ol) xeiiculuin in mors nichts dringenders, als eben diesesProvisorium ist. Und wer ist es endlich, der etwas darwi-der haben oder einwenden darf, wenn man durch eben dieses,und kein anders zweckmäßiges Mittel den Staat, die herr-schende Mutter-Religion und die Landeshoheit selbst in Si-cherheit zn stellen, gründliche und hinlängliche Ursachen, jaselbst schreyende und offenbar überzeugende Beyspiele vorAugen hat «* **) 6)2 Möchte» Ewr. Hochedelgebornen und

*) Welche immerfort Staat und Kirche durch ihre Streitigkeitenerschütterten.

**) In dem Falle nämlich, wenn unter monarchischer Regierung»»bezähmter DesvokiSmus, und unter katholischer Religion derRömische Hof verstanden werden soll.

*'*) Wo sind diese Beyspiele? Liefert uns etwa die GeschichteLudwigs XIV., oder Ferdinands n., oder Kle,menSXin. solche offenbar überzeugende Beyspiele? WelcherThron ist zur Zeit der Jesuitcnmacht unerschütterlich gestanden?lind welche Landeshoheit blieb «»angefochten? Man spricht heutzu Tage über die Ausgelassenheit der Schriftsteller; undBellarmin, der Mvnarcheubestürmcr, wurde als ei» Lichtder Kirche verehrt, und seine vcrdammunaswürdige» Schriftenwiederholt gedruckt. Mau ärgert sich über unsere Fürsten, daßsie den Fcbron zu lese» erlauben, und verlangt gleichwohl, daßder Papst befugt seyn soll, alle Jahre einen höllischen Fluch überalle gekrönte Häupter auszusprcchcn, welche nicht Vasallen desRömische» Hofes seyn wollen. Wahrlich, zeigt es der Augen,schein deutlich genug, daß in dem Verstände, wie die Jesuitendie Sache annehmen, der Staat und die Kirche nur darum inGefahr stehen, weil Febron heut zu Tage a» Höfen im