Geschichte der Jesuiten. 267
Lasset uns mit vereinigten Kräften alle dem Staate, der Re-ligion , unsern Kindern und Nachkommen, vorzüglich unsermtheuersten Landesregenten dermalen höchst schädliche undruchlose Neuemngsüichk und Gefahren unterdrücken, und da-durch die Ehre und den Ruhm unserer Baker und Ahnenrächen, svhin durchaus nicht zugeben, daß durch irgend einenSchein ihrer Gegengründe wir irre geführt, und die Heilig-keit unserer Religion durch dergleichen Schwärmer noch län-ger gekränkt werde! Lasset »ns aber bey Zeiten, und ehenoch die auswärtige Empörungsflanime auch unsere Dächerergreift ^), alle Mittel anwenden, die zu diesem großen undheilsamen Endzwecke führen! Lasset «ns im Ernste beden-ken, daß, da die Jesuiten l'srnxors lö-utkori unlängbareund die besten Dienste geleistet , und uns seitdem dadurch
Um dieses zu verhindern, könnte die Regierung vielleicht unterallen erdenkliche» Mitteln kein schicklicherö finden, als die Eric,suiten über die Grenzen bringen zu lassen. Den» nur allein siekönnten das Volk in Nahrung bringen; und da Barern, inpolitischer Rücksicht, allerdings glücklich und mit der Regierungzufrieden ist; so hat sich diese vor nichts so sehr, als vor fana-tischen Aufwieglern zu fürchten, welche unter dem Vorwandeder Religion so gerne das Volk zur Empörung reihen möchten.Vielleicht ist selbst der Schritt, den der Verfassck'dieses National-Wunsches that, ein Versuch dazu. Wenigstens hätte es, wenn erzur Ausführung gekommen wäre, an Faktivuen nicht fehlen können,die Stadt und Land in Unruhe gebracht hätten. Man erinnere sich,was die Jesuiten für eine Theorie von erlaubten Rebellionenhaben. Sie haben sie in der Niederländischen praktischausgeübt. Ein solches Beyspiel sollte für die Baierische undfür jede katholische Regierung hinlänglich seyn, um sie aus dieSchritte der Erjesuitefi aufmerksam zu machen- In denOcstreichischen Staaten bat man sie die letzten Lebensjahredes höchsiscligen Kaisers sehr genau über diesen Punkt kennengelernt, und der Himmel verhüte es, daß Baiern nicht ineinem ähnlichen Falle die Schlangenlist dieser Väcer von. derGesellschaft Jesu erfahre» müsse!
**) Worin diese Dienste bestanden, darüber lese man Kap. VH,Buch Vll im zweyten Bande dieser Geschichte nach.