Geschichte der Jesuiten. 28z
neuerdings auffordern, und mit dem vorigen ungezwungenen,lebhaften und thätigen Eifer gebrauchen lassen werden, denenman noch vor wenigen Jahren Alles, Rechte, Freyheiten,Privilegien, das bctrachtliche Hab und Gut, ja sogarEhre und Ruhm genommen, und überdies aus den unge-reimtesten Vorurthcilcn und Verleumdungen alles schlechter-dings un untersucht und ungehbrt ") zu Schulde» ge-legt hat, was immer der ausgesuchteste Haß und die Erz-bosheit ihrer und der katholischen Religion Feinde, auchlange nach ihrem Sturze und Zerstreuung, noch bis dieseStunde Arges, Verfolg- und Verleumderisches wider sieaufbringen und erdichten konnte. Allein, so wie ich von derRechtschaffenheit dieser auch im größten Unglücke standhaftenund unerschütterlichen Neligionshelden überzeugt bin, sozweifle ich doch nicht, daß sie nicht, von allem Zeitlichenentbldst, sich wieder bereden ließen, aus wahrem, evange-lischem und apostolischem Eifer alles dasjenige frey und gut-willig auf sich zu nehmen und zu befolgen, was ihnen undallen wahren geistlichen Staatsdiencrn immer der heil. Pau-lus im zweyten Sendschreiben an die Korinther Kap. VI. soheilsam und buchstäblich verzeichnet."
Und obwohl sie auch dermalen nirgendwo ein eigenesHans, keine gemeinschaftliche Wohnung, keine besondereKirche, kein liegendes Kapital , noch sonst ein beweglich
*) Die Sache ist, wie mich baucht, nun hinlänglich untersucht,und sie können sich auch njchr einmal darüber beschweren, alswären sie nicht angehört worden. Die Welt hat seit Aufhebungihres OrdenS genug Schutzschichten desselben gelesen, und cS istnicht die Schuld der Menschen, wenn sie durch diese Schriftenvon der vorgeblichen Unschuld der Gesellschaft Jesu nicht über-zeugt worden sind-
*) Welche« wohl sehr zu bezweifeln ist. Die Herren Lbwexerin Augsburg, und Sarrasin in Basel, könnte», so wie- mehrere große Wechselhäuscr, über diesen Punkt wohl manchenwichtige» Aufschluß geben.