Band 
Vierter Bnad.
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284 Sechzehntes Buch.

oder unbewegliches hinlängliches Eigenthum, sich selbst wie-der einigermaßen gemeinschaftlich aufzuhelfen und beysam-men leben zu können, mehr haben *'), auch gleichsam bür-gerlicher Weise deni Staate völlig abgestorben zu seyn schei-nen 2*); so bin ich doch zuversichtlich gewiß, daß sie in denHerzen der meiste» bieder» und edeln BaierischenBürger und Patrioten, welche der katholischen Religionzugethan sind, und auch noch Ansehen und Vermögen genughaben, annoch bis diese Stunde frisch aufleben und in größterAchtung stehen. Diese würden sie nicht nur von Zeit zu Zeitmit den nöchstnöthigen Bedürfnissen über die bereits genosse-nen Pensionen neuerdings unterstützen, sondern auch nachund nach wieder zu demjenigen Ansehen mit milden Stiftun-gen, nöthigen Klöstern und Kirchen rc. - emporzuhelfen sichbestreben, welche zur Gründung eines nützlichen, wichtigen,und, man darf es sagen, noch nie als dermalen nothwendi-gen geistliche» Ordens erforderlich sind ***).«

*) Man vergleiche diese Aeußerungen mit folgender auf hundertunvcrtilgbaren Urkunden in Oestreich beruhenden Thatsache.„Bey der Regierung in Wien, bey den Landrechten, beymEtadmiagistrake und andern Gerichten sind sehr viele Testamentetheils vor theils nach Aushebung der Gesellschaft Jesu eröffnetworden, die rauschen 1760 und 177; gemacht waren, und dariildie Erblasser ungefähr sagten:" Dem Profeßhause, dem Novi-ziate w. der Jesuiten vermache ich so viele tausend Gulden.Wenn aber die Jesuiten aufgehoben würden, soll dieses Legatmeinem Universalerben Heinifallen. Sollten sie jedochnach geschehener Aufhebung wieder hergestelltwerden, so muß der Universalerbe solches Legatder Gesellschaft wieder auSzahlc».

") Die Niederländische Rebellion beweist auch von diesemdaS Gegentheil.

Allerdings würde» sie von dem bemittelten Bürger mit reichli-chen Geschenken unterstützt werden. Aber die guten und groß-müthigen Gaiern könnte» von ihrem Vermögen nicht leichteinen schlimmern Gebrauch machen.