Band 
Vierter Bnad.
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gas Sechzehntes Buch.

»och darum zu thun, den Entwurf zur Ausführung zu brin«gen. In dieser Absicht gab man einem Französischen Ueber-läufer, dem räukevollen Abbe' Maury, den wichtigen Auf-trag, in der Eigenschaft eines päpstlichen Nunzius bey derWahl eines neuen Kaisers diese Sache zu betreibe». Alleinman hat zu einem Geschäfte von dieser Art gerade die un-tauglichste Person, und vielleicht auch die unschicklichsteZeit gewählt. Maury war der Mann nicht, der sich Ach-tung und Zutraue» zu verschaffen im Stande war. Mankannte ihn als ein sehr leidenschaftliches Partheyhanpt undals einen Mann, der mit ungestümer Hitze, mir Spott undTücke seinen Gegnern zu Leibe zu gehen pflegte. Zudem er-laubte er sich alö päpstlicher Nunzius Schritte, die ihn unddie Sache des Römischen Stuhls verdächtig machen mußten;und die höchst unpolitische Kühnheit, womit er sich bcygehenließ, wider einige Punkte der Wahlkapitulazion ohnmächtigzu protcsiiren, war zuverlässig nicht geschickt, sich für seineweitem Plane zu Gunsten der Jesuiten Aufmerksamkeit zuverschaffen.

Ein zu dieser Zeit in der Wienerzeitschrift, herausgegebenvon einem armseligen Parrhcyganger, Lud. Aloys Hof-mann, gelieferter Aufsatz über die sichere Wiederherstellungdes Jesuitenordens verdient auch schon aus dem Grundeeiner besondern Aufmerksamkeit, weil dieses Journal an denHöfen von Wien und Berlin einen Charakter von Offi-zialität erhielt, den kein anderes Journal dieser Zeit hatte.Dieser Aufsatz ist folgenden Inhalts :

„Briefe aus Rom und aus mehrern GegendenDeutschlands versichern, daß die Wftderauflebung deS'Jesuitenordens nun wirklich kein Traum und kein bloßes Pro-jekt mehr sey. Der Papst und mehrere Europäische, selbstprotestantische Regenten sind darüber einig geworden,diesem Orden wieder seine Eristenz zu verschaffen, und ihn.