Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
33
JPEG-Download
 

Dieses Salz, welches jetzt vorzüglich zur Malerei gebraucht wird,ist früher zur Ausscheidung der concentrirten Essigsäure, des sogenann-ten Radicalessigs, benutzt worden. Desfosses hat es zur Bestimmungdes in einem Schwefelwasser enthaltenen Schwefelwasserstoffgases empfoh-len. Es wird nämlich in der Auflösung dem Wasser so lange zugesetzt,bis es leicht vorwaltet. Das als Niederschlag erhaltene Schwefelkupfer,gewaschen und sorgfältig getrocknet, giebt die Menge des Schwefels, undalso auch die des Schwefelwasserstoffgases an, die im Wasser enthaltenwar. Denn 100 Kubikzoll Schwefelwafferstvffgas liefern nach Berze-lius z,Z5 Schwefelkupfer. Dieses Doppelschwefelkupfer besteht aberaus 100 Metall und 50,836 Schwefel, wonach sich die Rechnung leichtmachen läßt. Büchner bestätigt dies aus langer Erfahrung, weildieses metallische Salz den Schwefel vollkommen niederschlägt, ohne aufSalzsäure, Schwefelsäure u. s. w., die in der Flüssigkeit enthalten seynkönnen, zu wirken, wie dies bei den Auflösungen von Blei, Silberu. s. w. mehr oder weniger der Fall ist.

Becker sulpliurious. lVgpktlra Vitriol! venalis. Käuf-licher Schwefeläther. Käufliche Vitriolnaphtha.

Wird in chemischen Fabriken bereitet aus höchst rectificirtemWeingeist und Schwefelsaure.

Eine klare, sehr flüchtige, farblose Flüssigkeit, mit gelblicher,Ruß absetzender Flamme verbrennend, mit jeder beliebigen MengeWeingeist mischbar, in neun bis zehn Theilen Waßer auflöslich,von angenehmem Gerüche.

Er sey wenigstens von o,7Zo-o,76o spec. Gew.

*^Iosnns. Die Wurzel. Alkarnistwurzel.

tinctoi-ia l-ünn. Eine ausdauernde Pflanze desOrients und des südlichen Europas.

Eine walzenförmige, etwas ästige Wurzel, mit dunkelrotherOberhaut, mir leicht sich abtrennender Rinde von dunkelrotherFarbe, und dickem blässerem Holze, den Speichel roth färbend.

Das Wort Alkanna ist das arabische Wort al Henna, le Könne, vonAvicenna Dainrakenui, nicht Dsniarkenäi, genannt.

Die wahre Alkanna ist die Wurzel der Oawronia alba l.am. Oict.,eines in Ostindien, im Orient und im nördlichen Afrika wachsenden Strau-ches aus der Octanäria lVkonogFnia und der Familie der SaliLarise surs.Anne hielt den Strauch im jüngern Zustande (Oawronia insomir k.) fürverschieden von dem ältern durch Verhärten der abortirten Zweige dornigen(t.. spinös O). Der Gebrauch derselben als Schminke, unter dem Na-D u l k's preuß. Pharmak. I. 8