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nie» des cxprischen Pulvers, von welchem schon beiDivskorides undPlinius die Rede ist, ist außerordentlich alt; im ganzen Orient färbteman die Finger oder die Nagel der Finger damit, die Frauen färbten sichauch die Nagel der Zehen. Diese Wurzel ist dunkler und starker als diefolgende, kann aber durch dieselbe als Färbemittel sehr gut ersetzt werden.
Xnclmsa tincioria 8ll,tl>. nec Omn.
Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. X. Tast 2.
8^i!. rexusl. LI. V. Orü. 1, ?entsnäris IVIonoK^nis.
Orcl. nstursl. -Zrperikolise Oinn. Lorsginess llurs.
Diese im Peloponnes und auf der Insel Covern wachsende ausdauernd^Pflanze ist nach Hayne von Linus, Willdenow und Andern mit einersehr ähnlichen Pflanze, dem Oilkorpermum iinciorlnw, welche im südli-chen Europa wächst, verwechselt worden. Die Abbildungen bei BI« ck-well, Zorn und Plcnck sind auch auf diese letztere Pflanze zu bezie-hen. Die wahre X. tlnvtori» zeichnet sich vor allen Anchusa - Artenauffallend aus durch die sehr tief in der KroneNröhre sitzenden Hohl-schuppen (kornioer). Sie treibt mehrere, etwa 8 Zoll hohe, stark be-haarte, auf der Erde aufliegende Stengel. Ihre Blätter gleichen de-nen der gemeinen Ochsenzunge, und die Blumen sind blau oder purpurfarbig.
Die Wurzel ist walzenförmig, zugespitzt, ziemlich lang, zuweilenfiugersdick, mit einer dunkelrothen, leicht abfärbenden Rinde bedeckt,innen weißlich und holzig, aus dünnen runden Fasern bestehend. Sieist geruchlos und von schwach süßlich - bitterlichem Geschmacke.
Der in der Rinde der Wurzel enthaltene Farbestoff allein wird be-nutzt. Pelletier (Trommsd. I. XXIV. 2. S. 229.) hat ihn unter-sucht. Alkohol nimmt ihn auf, aber die durchs Abrauchen des Alkoholserhaltene Substanz ist noch nicht reiner Farbestoff, denn wenn Man siein Aether auflöst, so bleibt ein braungelber bitterer Körper zurück. UMden Farbestoff ganz rein darzustellen, muß man dieses Auflösen in Ae-ther mehrmals wiederholen, oder gleich mit Aether ausziehen.
Der so als Masse erhaltene Farbestoff ist so dunkelroth, daß erbraun scheint; sein Bruch ist harzig, er wird bei mäßiger Wärme leichtweich und schmilzt vollkommen noch vor dem 60^ C. In Wasser ister unauflöslich, daher dieses auch von der Wurzel nur braun gefärbtwird; in Alkohol, Aether und in allen fetten Körpern aber ist erauflöslich und theilt diesen eine sehr schöne rothe Farbe mit. Mit denAlkalien bildet er anflosliche und unauflösliche Gemische von einer schönblauen Farbe. Wirb die geistige Auflösung durch Metallauflösungcnniedergeschlagen, so erhält man verschiedentlich gefärbte Lackfarben.
Auch John (Chemische Schriften, IV. S. Zi.) hat die Alkannaanalysirt und folgende Bestandtheile in ivo gefunden: eigenthümlichen,den Harzen verwandten Farbestoff (Alkannin), nicht schmelzbar, 5,so;Gummi 6,2s; Ertractivstoff i,uo; unauflöslichen eigenthümlichen Er-tractivstoff 6s,»o; Holzfaser 18,00; Verlust 4,25.