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Es körnig-faserig, hellrvthlich - braun, glanzlos, von einem zusammenziehenden bitterlichen Geschmacke, und einem besondern moosartigen Ge-rüche, welcher dem der Chinarinde nicht unähnlich ist. Der innere Theilder Rinde, oder der Bast, ist schmutzig-gelblich, auch wohl gelbweiß, imBruche holzig-sasrig, besitzt einen schwachem Geruch und Geschmack, alsder äußere Theil der Rinde, und läßt sich von diesem ziemlich gut trennen.Bon einer falschen, der Culilabanrinde ähnlichen Rinde, von sehr bit-term Geschmacke, deren Decoct beim Erkalten sich schwach trübte, und durchsalpetersaure Eisenauflösung grünlich getrübt wurde, giebt MartiuSNachricht (Pharmaceutische Zeitung 1827. Nr. 17 . S. 266.).
Durch Kochen mit Wasser giebt die Alcornocorinde ein Decoct, welcheseinem schwachen Chinadecocte ziemlich ähnlich ist, und auch bei dem Erkal-ten trübe wird. Durch Filtrircn nach dem Erkalten wird es hell, undhat die Farbe eines alten Rheinweins. Es röthet das Lackmuspapier nicht,wird durch Säuren nicht merklich verändert, aber durch kohlensaures Kaligrünlich, und durch ätzende Kalilauge goldgelb gefärbt. ES schlägt das ba-sische essigsaure Blei weißgelb, und das neutrale mit gelber, etwas insGrünliche spielender Farbe nieder. Eisenauflösung wird olivenbraun undBrechweinstein lbeißgclblich gefällt. Die Leimauflösung schlägt es nieder,während es auch durch Galläpfeltinctur getrübt wird.
Sie hat daher manches mit der China gemein (Trommsd. in dessen I.d. Ph. XXV. 1. S. 38.), unterscheidet sich aber durch eine größere Mengeausziehbarer Theile, durch die geringere Bitterkeit, und durch eine eigen-thümliche krystallisirbare Substanz, von der weiter unten die Rede seyn wird.
Der Weingeist giebt damit eine sehr dunkelroth gefärbte Tinctur, diegleich der Abkochung den Geschmack der Rinde hat.
Nach einer Analyse vonRei n (Gilbert's Annalen. I8is. 5 . S. iri.)enthalten 1000 Th.: geschmackloses Harz o,o54; bittern Seifenstoff 0,102;Gummi 0.10s; Wasser 0,136; Pflanzenfaser 0,603.
Nach Geiger (Trommsd. N. I. I. 2 . S. 418.) enthalten 3 Unzen6 Drachm.: bittern Ertractivstoff 2 Dr. 18 Gr.; gummigen Ertractivstoffmit chinasaurem (?) Kalkr8Gr.; eisengrünenden Gerbestoff 2 o Gr.; demVogelleim ähnliches Harz 54 Gr.; braunrothes geschmackloses Harz 1 Dr.14 Gr.; unauflöslich gewordenen Ertractivstoff 8 Gr.; Pflanzenfaser LUnz. 6 Dr. 44 Gr.; Verlust an Feuchtigkeit l Dr. 54 Gr.
Schon im Jahre 1816 bemerkte Hr. Bi ltz (Brandes Archiv XU. 1 .1825. S. 46.) in der Alcornocorinde eine eigenthümliche krystallisirbareSubstanz, die man am reinsten aus dem Splinte der Rinde durch Ausziehungmit Aether erhält. Mit dem Mikroskop erblickt man im Splinte diesenStoff als weiße Körnchen. Diese eigenthümliche Substanz fühlt sich fettigan, ist geschmacklos, leichter als Wasser, schwerer als Weingeist, Terpen-tinöl und fette Oele, löst sich in Aether, in Terpenthinöl und im abso-luten Weingeist schon in der Kälte leicht auf; in Weingeist von 80 ° R.aber löst sie sich bei niederer Temperatur nur gering, bei höherer aber in