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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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theilt vielmehr dem gerötheten Papier eine bläulichgrüne Tinte mit. Beider trocknen Destillation giebt der Wollstoff eine empyreumakische Säure,mit Ammoniak nicht vollkommen gesättigt, sowie ein dickes Oel voneinem scharfen und beißenden Geschmack ohne alle Bitterkeit, und esbleibt eine lockere voluminöse Kohle zurück, die sich leicht einäschern läßt,und eine Spur von kohlensaurem Kali zurückläßt.

Erhitzt man den Aloestoff mit 8 Theilen Salpetersäure, dampft ihnzur Trockne ab, und behandelt den Rückstand mit Wasser, so bleibt eindunkelgelbes sehr bitteres Pulver, welches einer großen Menge Wasser eineschöne Purpurfarbe mittheilt, auf einer Karte mittelst einer Kohle erhitztverpufft, und dabei einen purpurnen Dampf, der die Kohle purpurn färbt,entwickelt, und welches mit Kali eine purpurne verpuffende Berbindung giebt.Wenn man auf die angegebene ganz einfache Weise, daß man dieSokotrinaloll durch kaltes destillirtes Wasser auszieht, die beiden Bestand-theile der Aloe zu trennen sucht, so erhält man den erwähnten Wollstoff,der auf gerathetes Lackmuspapier schwach alkalisch wirkt, wogegen derharzige Bestandtheil, in Weingeist aufgelöst, das Lackmuspapier schwachröthet, Um beide Reactionen zu erkennen, befeuchte man die Reagenz-papiere mit den Auflösungen, oder besser, bringe etwas von dem Aloe-stoffe auf das mit Wasser angefeuchtete, vorher durch Essig gerötheteLackmuspapier, und etwas von dem Alollharze auf das mit Weingeistangefeuchtete Lackmuspapier, wasche nach einiger Zeit beide Papiere ab,und man wird die Farbeänderung erkennen. Es scheinen demnach diesebeiden Bestandtheile eine einigermaßen salzartige Verbindung zn'bilden,welche auch durch die galvanische Säure getrennt werden kann. WirdAloe in einem Gläschen mit Weingeist übergössen, und mit einem an-dern, gleichfalls etwas Weingeist enthaltenden Gläschen durch einen Baum-wollenfaden in Verbindung gesetzt, dann in jedes derselben ein Pol dergalvanischen Säule geleitet, so wird sich bald der klare Weingeist färben,und der mit dem positiven Pol verbundene Weingeist das Lackmuspapierröthen, wogegen am negativen Pole die Farbe des gerötheten Lackmuspa-piecs wieder hergestellt wird. Es scheidet hier demnach der Wollstoff alsdas basische, das Aloeharz als das saure Princip aus, ohne daß jedochder erstere zu den Alkalien, und das zweite zu den Säuren gezä hltwerden könnte, wenn gleich Meißner (Trommsd. N. 2- Vck. i. S.296.) ein Aloealkaloid durch folgendes Verfahren erhalten haben will.Er schlug den wäßrigen Aloeauszug durch essigsaures Blei nieder, rauchtedie essigsaure Auflösung ab, trieb die Essigsäure durch Schwefelsäure aus,und erhielt so ein krystallinisches, bräunliches, in Wasser auflösliches, un-angenehm alollartig riechendes und schmeckendes Salz, das durch vorsichtigzugesetztes Barytwasser zersetzt eine braune Auflösung gab, die deutlichalkalisch auf geröthetes Lackmusxapier reagirte. Meißner schließt dar-aus auf ein eigenthümliches Alkaloid in der Moll, das er Aloine nennt.Bräconnot nimmt noch eine flohfarbne Substanz (Principe puce)