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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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durch welche Seide dauerhaft gefärbt wird. Wenn das AloMtker durchS—6 maliges Umkrvstallisiren von aller Oralsäure getrennt worden, so giebtes mit Kali eine Verbindung in Gestalt eines körnigen, undenklich krystal-lifirten, dunkel-purxurrothenSalzes, welches Baryt-, Eisenoryd- undBleisalze in purpurrvthen, salpetersaures Quecksilberorydul und salzsauresZinnorydul in hellrvthen Flocken niederschlägt. Weingeist zieht aus demAloMter eine purpurrothe Substanz aus, welche nicht mehr sauer reagirt,und mit Kali zwar eine Verbindung eingebt, die aber nicht mehr detonirt.

Trommsdorffnimmt außer dem AloestoffundAloeharznoch eineSpur Gallussäure als Bestandtheil der Aloe an, iveil die Aloi-auflösungdas Lackmuspapier roth und die Eisenauflösungen dunkel färbt, ohne jedochdie Gallerte niederzuschlagen. Pfaff stimmt dem aber nicht bei, weil beiihm (auch bei mir) das Rothfärben des Lackmuspapiers sich nicht zeigte,und die Farbe, welche die Gallussäure in orydirten Eisenausiösungen hervor-bringt, ganz verschieden ist von derjenigen, welche der Alosaufguß bewirkt.

Hr. Or. Winkler (Geiger's Magazin, März 1826- S. 2?4.) fol-gert aus seinen Versuchen, daß die Alos als ein höchstwahrscheinlich neu-trales Pflanzensalz anzusehen sey, bestehend aus einem eigenthümlichen nichtbittern Hartharz (basischer Natur?), einem färbenden, nicht bittern, sichsauer verhaltenden Princip, und einer eigenthümlichen, nur wenig bittern,basische» Substanz, die aber nur ein sehr geringes Abstumpfungsvermögengegen Säuren besitzt, und sich den amphoteren Stoffen, z. B. Gummi,Amydvn, anzureihen scheint. Bemerkenswerth ist, daß, wenn Alveauflö-sung mit Bleiglätte digerirt worden, das Blei nicht durch Hydrothionsänveabgeschieden werden konnte, sondern dieses nur durch Schwefelsäure gelang.

2) Leberalos (^los liegatica). Die beste Sorte dieser Aloe kommtin Äürbisschalen vor. Diese ist auf der Oberfläche schwarzbraun, zeigt aufdem frischen Bruche, der eben ist, eine dunkle leberbraune Farbe, ist dunk-ler als die Sokotrinalos, nicht so glänzend, weniger durchscheinend, trockenund fest, von widrigem starken Gerüche und ekelhaft bitterm Geschmacke.Es giebt von der Leberalos mehrere Sorten, die in Leder oder in mit Le-der überzogenen Kisten verpackt sind, und sich der Sokotrinaloe mehr oderweniger nähern. Eine sehr geringe Sorte, in Fässern verpackt, aus Bar-bados oder auch vom Vorgebirge der guten Hoffnung kommend, ist mehren-theils weich und klebrig, hat einen noch widrigern Geruch und Geschmack.

Im Wesentlichen verhält sich die Leberalos wie die Sokvtrinalcs. DasWasser lösteinTr o mmsdo rfs's Versuchen von 16 Unzen ,z Unzen auf,die alle Eigenschaften des Aloestoffes zeigten; die übrigen z Unzen aber ver-hielten sich nicht als reines Harz, sondern es blieben bei der Behandlungmit Alkohol r Unzen zurück, die sich ganz wie Eiweißstoff verhielten. Die-ser Analyse zufolge bestehen ioo Leberalos aus 8,,2; bitterm Seifenstoff(Aloestoffl, 6,25 Harz, 12,50 Eiweißstoff mit einer Spur Gallussäure (?).

Der bedeutende Gehalt an Eiweißstoff scheint zu beweisen, daß die Le-bcraloe durch Auspressen der Blätter erhalten werde, wobei sich der allge-