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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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ein Matrose sich aus einen Block , den er für einen Stein hielt, setzte, «min schlafen, und als er wieder aufstehen wollte, seine Beinkleider angeklebtfand. Nichts ahnend kehrte er auf's Schiff zurück, wo der starke Gerncheinem seiner Kameraden auffällt, welcher, da der erstere nicht gemeinschaft-lich den für Ambra erkannten Block aussuchen wollte, denselben allein fand,und ihn an den Capital» eines Kauffartheischiffes verkaufte, von welchemer noch durch mehrere Hände gegangen, und endlich in England für sso»Pfund Sterling (86 Schilling für die Unze) verkauft worden ist. Dasgrößte StückAmber ist aber das, welches, wie Ru mpferzählt, deram-stcrdamer orientalischen Gesellschaft gehört, I8L Pfund (2312 Unzen) gewo-gen und einen Werth von H6,4»o holländischen Gulden gehabt hat.

Der graue Amber, aus unregelmäßigen, rundlichen, aus verschiedenenLagen gebildeten Stücken bestehend, ist eine feste Substanz von grauer Far-be, mit gelben und schwarzen Flecken durchsprengt; er ist undurchsichtig,matt auf dem Bruche, leichter als Wasser, und hat einen solchen Grad vonZähigkeit, daß er sich zwar brechen, aber nicht zerreiben läßt. Durch dieWärme der Hand, in der der Amber lange gehalten wird, muß er weichund biegsam werden. Eine glühende Nadel muß ohne großen Widerstanddurchgehen, an derselben nichts kleben bleiben, und aus der Oeffnung einwohlriechendes Oel schwitzen; er schmilzt bei der Hitze des siedenden Was-sers, und fließt wie ein Oel, in größerer Hitze verflüchtigt er sich in Ge-stalt eines weißen Dunstes; an der Flamme läßt er sich leicht entzünden,und verbrennt , ohne eine Spur von Asche zu hinterlassen. Der Amber hateinen milden, besonders in der Wärme ungemein lieblickwn, eigenthümlichen,einigermaßen der Benzol- ähnlichen Geruch und fast keinen Geschmack. Spcc.Gew. ---- »,9086. Ist auch in den fetten und ätherischen Oelen anflöslich.

Der Amber ist oft chemisch untersucht worden. I u ch (Berl. Jahrh-1797. S. 144.) erhielt, als er 50 Gran Amber mit einer Unze Wasserbis zur Hälfte Wasser abdesnllirte, 4 Gran eines auf dem Wasser schwim-menden, höchst angenehm riechenden Oels von hellgelber Farbe. Buch 0 lz(Trommsd. I. X.VIII. 4. S. 28.) erhielt zwar nur ein sehr wohlriechen-des Wasser, aber doch dabei schwache Spuren eines Oelhäutchens; Dav.Mose (Berl. Jahrb. 1797. S. 167.) aber gar nur ein fadeS Wasser ohneallen Ambergeruch, was wahrscheinlich an dem Alter des angewandten Am-bers gelegen hat. Uebrigens hängt das Geruchsxrincip mit dem firm Thei-le des Ambers so innig zusammen, daß auch der Rückstand nach der De-stillation den Geruch noch in hohem Grade besitzt, welches sich jedochauch bei mehreren andern Körpern findet.

Abgesehen von diesem flüchtigen Riechstoffe ist nach Bnch 0 kzder Am-ber als ein Stoff ganz eigner Art anzusehen, und Ambccstoff(Ambreore) -zu nennen. Um diesen Stoff rein darzustellen, kocht man den Amber mitWeingeist und siltrirt, wo das Amberfett herauskrpstallisirt, von dem mandurch Abdampfen und Erkälten noch mehr erhält, welches durch Umkrystalli-siren gereinigt wird. Es besteht dann auS höchst zarten, glänzend weißen,