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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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anführen, denn der Amberstoff kommt dem Gallensteinfette cCholestearine),dem krystallisirbaren Stoffe der menschlichen Gallensteine, noch am nächsten;sowie auch, daß die Galle der Thiere, wenn sie von den thierischen Stoffenbefreit worden, mit der Zeit einen Geruch annimmt, welcher dem Mo-schus- oder Ambergeruche zu vergleichen ist. Nach Nachrichten, die sichauf Amber absondernde Organe beziehen, und welche Dudley von ei-nem Pottivallfänger Atkins mitgetheilt erhalten hat, liegt über denHoden, auf der Wurzel der Ruthe, ein sackförmiger Körper, fast vonder Gestalt einer Ochsenblase, nur an den Enden spitzer. Man siehtan ihm zwei Canäle, wovon der eine sich verdünnt, und mitten durchdie Ruthe läuft, während der andere, am entgegengesetzten Ende befind-liche, von den Nieren kommt. Nach der Meinung der Herren Brandtund Ratzeburg ist dieses Organ für die Harnblase zu halten. BeiEröffnung desselben zeigt sich eine dunkelorangefarbene Flüssigkeit vonOelconsistenz, die noch stärker als die in ihr schwimmenden Amberkugelnriecht, und sowohl die Wände der Blase als auch deS Canals, der durchdie Ruthe läuft, färbt. Diese Amberkugeln werden nach Atkins nurbei alten Thieren, namentlich nur bei Männchen, gefunden, und sindaus schaligen Lagen zusammengesetzt, wovon sich oft einige in der Blaselostrennen, eine Bildung, wie sie auch bei den Harnsteinen vorkommt.Diese Bildung und der Fundort (die Harnblase) würden auf eine Ana-logie des Ambers mit den Harnsteinen führen, und vielleicht gehörtder zuweilen vorkommende Amber mit schaliger Absonderung zu dieserFormation. Der im untern Ende des Darmkanals oder im Mastdarmgefundene Amber möchte als eine zweite Sorte Amber (ohne schalige Abwn-derung) zu betrachten seyn, analog den Darmsteinen (Bezoaren) und Gallen-steinen, und dieser findet sich besonders bei schwachen und abgemagerten,männlichen und weiblichen Thieren. Amber ist aber auch in einem hinter demNachen herabhängenden Sacke gefunden worden, und diese Beobachtung,wenn sie richtig ist, ließe vielleicht, nach der Meinung der Herren Brandtund Ratze bürg, auf eine dritte, der der Speichelsteine analoge, Modifi-kation der Amberbildung schließen. Die Amberbildung ist also wohl mehreine Krankheit der Pottwalle, als eine der Moschus - und Bibergeilabsvnde-rung analoge Erscheinung; den Amber findet man selbst bei erwachsenen Pott-wallen nur selten, während Moschusthier und Biber ihre Stosse stets haben.

Den grauen Amber findet man auf dem Meere, welches Afrika unddas mittägige Asien umspühlt, in der Nähe von Madagascar, an der KüsteKoromandel, bei den Molukken und um Japan, aber auch an den Küstenvon Brasilien, der Antillen, theils auf dem Meere schwimmend, theils amUser, theils an Felsen hängend. Er kommt gewöhnlich in Stücken untereinem Pfunde schwer vor, man erzählt aber auch von Stücken, welche 10bis 22, ja ioo bis 200 Pfund gewogen haben. In Froriep'sNotizen,October 1826. S. 2Zl, findet man Nachricht von einer großen Masse Am-bcr, die auf der Insel New-Providenze dadurch aufgefunden worden, daß