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amar-ae — äulces
Daß diese beiden Stoffe, wie man sonst vermuthete, in den äußernSchalen der bittern Mandeln enthalten seyen, ist nach den Versuchenvon Remmler (Almanach 1787. S. 1 Z 6 ) und besonders vonVvgel(Schw. I, XIX, S- 59 .) nicht ferner anzunehmen, da beide Chemikeraus den geschälten bittern Mandeln die erwähnten Producte erhielten,wogegen die Schalen ein geruch - und geschmackloses Destillat lieferten.Eben so wenig sind sie aber auch in dem fetten Oele enthalten, denn dasausgepreßte Sel der bittern Mandeln ist eben so geruchlos wie das vonsüßen Mandeln. Doch erhält man, wie Planche beobachtet hat, einstark riechendes fettes Oel, wenn man die bittern Mandeln in Wassertaucht, um die Haut abzulösen, und sie an einem warmen Orte trock-net, bevor man sie unter die Presse bringt. Diese beiden Stoffe scheinendemnach in dem Parenchym der bittern Mandeln enthalten zu seyn.
Vogel kochte die Schalen der bittern Mandeln mit kaustischerKalilauge und erhielt eine dunkelrothe Auflösung, aus welcher die Säu-ren einen braunen Niederschlag und ein fettes Oel absonderten. Auchdas zum Erweichen gebrauchte Wasser ließ ein braunes Pulver fallen,Dieses braune Pulver, eben so die durch kochendes Wasser erschöpftenSchalen färben die Eiseuauflosung dunkelschwarz, woraus V»gel aufGerbestoffgehalt schließt. Die geschälten Mandeln wurden ausgepreßt,die rückständige Kleie mit Wasser destillirt, und dadurch ein blausäure?baltiges Wasser und ein schweres weißes Oel erhalten. Der Rückstandin der Retorte wurde mit Wasser ausgekocht, die ffltrirte Flüssigkeit zurHonigdicke abgergucht, und mit kochendem Weingeist behandelt, dereinen großen Theil auflöste und nach dem Wrauchen 9 z Procent einessehr süßen durchsichtigen Svrups hinterließ, der nur einen schwachenbittern Nachgeschmack hatte, und sich in jeder Hinsicht als flüssiger Zu?cker verhielt, Was der Weingeist nicht aufgelöst hatte, war Gummimit einer Art Käsestoff, den Pfaff Emulsin benennt, weil von ihmvorzüglich mit die Eigenthümlichkeit der aus den ölreichen Saamen ge-bildeten Emulsionen abhängt. Der nach dem Auskochen erhaltene Rück-stand hatte getrocknet noch ein fettiges Ansehen, das noch anklebende Oe!wurde durch Alkohol ausgezogen, worauf eine weiße Materie zurückblieb,die mit Wasser eingeknetet und im Keller einige Tage aufbewahrt, dasAnsehn von gegohrnem Kuhkäse erhielt, den eigenthümlichen starkenKäsegeruch annahm, sich in warmer Kalilauge und Ammoniak, auch Mverdünnten Säuren auflöste, und im rothglühenden Tiegel die Erschei-nungen verbrennender thierischer Materie zeigte, Die rückständige AMenthielt kohlensaures Kali und Phosphorsauren Kalk.
Werden die Mandeln mit kaltem Wasser angerieben, so löst sich allesbis auf ü'y saftigen Rückstand zur Emulsion auf. Diese verhält sich imWesentlichen wie die Milch und enthält wie diese eine Art Käsestoff(Emulsin), der sich schon durch das Kochen und beim Hinstellen in einerstachen Schale, auch bei gewöhnlicher Temperatur, mit dem fetten Oele als