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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Saufsnre (TrommSd. N. I. IV. 2. S. 112,) hat die Verände-rungen untersucht, weiche das Stärkemehl erleidet, wenn es mit Wasserangerührt einer Temperatur von 20 — 2g ° eine längere Zeit hindurchausgesetzt wird. Es bildet sich dabei Deine Art Zucker, die dem, welcherdurch Behandlung der Stärke mit Schwefelsäure entsteht,'sehr ähnlichist, 2) Eine Art Gummi, hie dem, welches durch Rösten der Stärke er-halten wird, sehr ähnelt. 3) Eine Materie, deren Eigenschaften zwischendenen der Stärke und des vorigen Gummi mitten inne stehen, undwelcher Saussure den Namen Amidine beigelegt hat. 4 ) Eine Mate-rie, die der Faser sich dadurch nähert, daß sie weder in kochendem Wasser,noch in mehreren Säuren sich löst, aber ihre stärkeartige Natur dadurchanzeigt, daß sie die wäßrige Lösung der Jodsne purpurrolh färbt.

Geht die obige Zersetzung unter dem Zutritte der Lust vor, so wird vielWasser gebildet, wozu aber die Atmosphäre nicht das Sauepstpffgas hergiebt.Das eingesogene Sauerstoffgas wird vielmehr zur Bildung des sich ausschei-denden kohlensauren Gases verbraucht, und es scheidet sich noch außerdemKohle ab, die alle Produkte der Operation braun färbt. Der trockne Rück-stand von der zersetzten Stärke wiegt weniger als vorher, welches von derVerflüchtigung des neu gebildeten Wassers, weniger der Kohlensäure, her-rührt. Geschieht die Zersetzung beim Ausschlüsse der äußern Luft, so wird keinWasser gebildet, aber es entbindet sich eine kleine Menge kohlensaures Gasund fast reines Wasserstoffgas. Doch wiegt der Rückstand, der aus denselbenBestandtheilen besteht, im trocknen Zustande etwas mehr, als das ange-wandte Stärkemehl, woraus zu schließen, daß hier die Bestandtheile desWassers von dem Stärkemehle in die Verbindung aufgenommen worden.

EollardundMartignv (Geiger's Magazin iß2S. Januar S 48 .)wollen eine eigenthümliche Säure bemerkt haben, die sich in einem mitWasser verdünnten Kleister während )S Tage erzeugt hatte. Sie röthetedas Lackmuspapier stark, hatte einen sehr sauren Geschmack, krystallisirtenicht, fällte bloß die concentrirten Zinksalze, bildete mit Kalk und Mag-nesia körnig-krystallinische Verbindungen, mit Ammoniak, Kali und Eisen-oxyd undeutliche Krystalle. Die Verbindungen mit Natron und Barytwaren von gummiarttgem Ansetzn. Das Kali-und Natronsalz löste sich inWeingeist auf. Gie nennen diese Säure Znminsäure, deren Natur aberweitere Erfahrungen erst kennen lehren müßten. Diese bei der Gährnngdes Stärkemehls sich bildende Säure müßte sich auch bei der Gährungaller vegetabilischen Substanzen, die Stärkemehl enthalten, erzeugen.

Nach Cqyentou wird das Amylum auch durch das Behandeln mitkochendem Wasser verändert, denn es verliert dadurch seine vorzüglichsteEigenschaft, seine Unauflöslichkeit in kaltem Wasser. Der Kleister ist nichtbloß ein Hydrat, wofür man ihn gehalten bat, sondern ein Gemisch vonWasser, Stärke und veränderter Stärke. Läßt man eine Amidinauflosunglange kochen, so verftert sie die Eigenschaft, durch Jod blau gefärbt zuwerden, behält aber jene, Galläpseltinrtur und essigsaures Blei (welches