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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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89
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weißen, harzigen, blaßgelben, glutinösen, im Wasser oben schwimmendenund darin unlöslichen Rückstandes. Dieser Rückstand löst sich jedoch inAlkohol bei der Wärme, wenn er mit Terpenthin vereinigt wird.

Dieses ist nun das im Handel gewöhnlich vorkommende, fälschlichder Nomens«» Lourbaril zugeschriebene Animeharz, dessen Massen häu-fig sehr verschieden sind, sowohl in Hinsicht der Farbe, welche zwischenBraun, Gelb und Weiß variirt, als in Hinsicht der Durchsichtigkeit, indemmanche Stücke, welche auch specifisch leichter sind, weiße oder gelbe,völlig undurchsichtige, im Bruche nicht harzige Massen bilden. Nichtselten findet man auch in den Stücken Bruchstücke einer Rinde, welcheim Aeußern der Eichenrinde nicht unähnlich ist.

Die iterinL smeric-llis brunss, welches Harz sich auch, ob-wohl sehr selten, im Handel unter dem Namen Oummi tlnime findet,kommtin größern und kleinern Bruchstücken und in Massen vor, und ist, wiedas vorhergehende, mit einem weißlichen Pulver bestreut. In seiner Massebemerkt man einige blasige Höhlen, wodurch man glauben könnte, daß eseine Schmelzung erlitten habe. Sein frischer Bruch ist unregelmäßig, wenigglänzend und etwas splittrig. In der Farbe gleicht es etwas dem Lckelliumin Massen, von welchem es sich jedoch durch den weniger glänzenden Bruchund dadurch unterscheidet, daß es mehr braungrün ins Röthliche gefärbt ist.Es ist zerbrechlich, hat einen angenehmen Harzgeruch; zwischen den Zähnenzerbröckelt es, ehe es sich erweicht. Im Innern fast undurchsichtig, zeigteS sich nur in einigen Punkten an seinen Kanten durchsichtig. Spec.Gew.i,v?8i. An der Flamme entzündet es sich, und verbrennt mit einem ange-nehmen Gerüche. Auf Kohlen verbrennt es mit starkem Rauche und Gerü-che, welcher sich dem des Olibanums nähert. Mit Alkohol giebt es, wie dasorientalische Anime, eine strohgelbe Tinctur von schwach bitterm Geschmacke.

Nach Dom. Pavli bestem das Anime aus: in Alkohol löslichemHarze 54,zo; in Alkohol unlöslichem Unterharze, glutinös, blaßgelb, undvon der Consistenz des Terpenthins, 42,80; flüchtigem Oele 2,äo. Häufigkommt jetzt statt des Animeharzes eine Art Lakamahaka im Handel vor.

Die Einwohner brauchen diese Substanz zum Leuchten als Fackeln undzum Ueberfirniffen ihrer Geräthe. Jedoch benutzt man es in Deutschlandnoch zu Räucherungen, und in Brasilien gegen langwierigen Husten undLungenaffectionen, selbst bei Blutspucken und anfangender Lungensucht.

Interessante Nachrichten über Einsammlnng und Benutzung des Ani-me in Brasilien findet man in Büchners Reper-t. XVH. e. S, 185.

^nisriin. Das Oel. Anisöl.

Ein Destillat aus den Blumenstielchen und den Saamen derpimpinella t^nisum js,., einer einjährigen orientalischen inEuropa angebauten Pflanze.

Ein ätherisches, gelbliches, stark riechendes Oel, von süßli-