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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Anime. Animeharz,

Dieses Harz wurde im is. Jahrh, in Europa bekannt und ist häufigmit dem Evpal verwechselt worden.

Als Mutterpflanze dieses Harzes hatte Hr. v. Martins in seinerReisebeschreibung Hamens«» Lourbsril (einen Baum aus Oecsnflri'slVIonog)-nis und der Familie der Tegumino5ge, Abtheilung der OarLiese)bezeichnet, später hat aber derselbe diese Angabe dahin berichtiget, daßdies die Mutterpflanze desjenigen Harzes sey, welches die Engländer Am-me nennen, nämlich des amerikanischen oder westindischen Copals, unddaß das ächte Anime das Produtt einer Jcicaart und dem Elemi sehr naheverwandt sep (Richard's med. Botanik übersetzt von Kunze. S. 1258.).

Das ächte Anime ist eine in dem Handel ziemlich seltene Substanz;man verkauft unter diesem Namen mehrere, eben so von dem ächtenAnime als unter sich verschiedene harzige Substanzen. Gewöhnlich kommtdas Anime, auch Fluß- oder Cvurbarilharz genannt, in Thränen oderunregelmäßigen gelblichen oder reichlichen, mit einer Art grauen Stau-bes bedeckten Stücken vor (seltener in großen Kuchen); es ist aus demBruche glänzend, und von sehr gewürzhaftem Gerüche.

Gras Domenico Paoli giebt (Trommsd. N. I. IX. r. 1824 .S, 48.) eine Beschreibung des orientalischen Animebarzes, welches nachGuibourt gar nicht mehr im Handel vorkommt. Es bildet unregel-mäßige Massen von verschiedener Größe, welche von zwei verschiedenenSubstanzen gebildet zu seyn scheinen, von denen die innere undurchsich-tig, hellgelb oder blaßgelb ist, und den größten Theil bildet; die anderedurchsichtig, mit einer gelben, sich mehr ins Röthliche ziehenden Farbeerscheint. Spec. Gew. — 1,8272. Es fließt bei mäßiger Wärme; ander Lichtflamme schmilzt es und brennt mit einer glänzenden Flammeund unter Entwickelung eines harzigen sehr angenehmen Geruches. Eslost sich in Alkohol, besonders bei Mithülfe der Wärme ohne Rückstandauf, und bildet damit eine durchsichtige helle, strohgelbe Tinctur, diedas Lackmus nicht bemerklich rathet.

Dieses Harz wurde durch die Portugiesen aus Afrika nach Europa.gebracht. Welche Pflanze dasselbe hervorbringt, ist nicht zu bestimmen,auch nicht einmal mit Wahrscheinlichkeit zu untersuchen.

Das amerikanische Anime bildet unförmliche Massen von der Größeeiner Haselnuß bis zu der einer Wallnuß. Es ist mit einem weißen Mehlebedeckt, welches vielleicht von dem Reiben herkommt, welchem das Harzauf dem Transporte ausgesetzt ist. Es hat einen angenehmen Geruch, welchenes besonders beim Verbrennen verbreitet. Am Lichte entzündet es sich undbrennt mit Flamme, Spec. Gew. -- 1,0522. Es ist in seiner ganzenMasse durchsichtig. In der Farbe nähert es sich dem reinsten OHbanumin Isor^mi?; einige Stücke sind jedoch zum Theil opak. Einige Zeit imMunde gehalten, wird es weich wie Master, dem es sich auch im Geschmackenähert. Im Alkohol löst es sich zum Theil auf, mit Hinterlassung eines