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stakt. Die knollige Wurzel, welche von den gemeinen Leuten Dämmchenhohlwurzel genannt wird, ist rund, hohl, inwendig weiß, bitter, miteinem gelben Häurchen bedeckt und kommt von sehr verschiedener Größevor. Sie ist dem Wurmfraß sehr unterworfen.
Wackenroder (Käst. Archiv Vlll. 4. 1826. S. 417 .) hat beiZerlegung dieser Wurzel ein Alkaloid gefunden und es Corydalin ge-nannt. Dieses kann auf verschiedene Weise erhalten werden. Man ziehtdas geistige Ertract der Wurzel mit Wasser aus, fällt diesen Auszugmit basischem essigsaurem Blei, jedoch nicht im Ueberschusse, weil sonstauch das Alkaloid gefällt wird.
Am vortheilhastesten aber wird die gröblich pulverisirte Wurzel einigeTage hindurch mit Wasser macerirt, und die gewonnene, säuerlich reagircn-de, dunkelgrüne Flüssigkeit mit kohlensaurem Natrum bis zu einer schwachalkalischen Reaction versetzt, und von dem copiösen hellgrauen Niederschlagegetrennt. Die Maceration wird mit Wasser, welches mit Schwefelsäure an-gesäuert worden, erneuert, und der Auszug wie oben gefällt. Der letzteNiederschlag ist dunkler und daher für sich zu reinigen. Die Niederschlügewerden mit Alkohol digerirt und von den Tincturen der Weingeist abgezo-gen ; aus der gelblichgrünen dunklen Flüssigkeit schießen kleine ungefärbteKrystalle des Corydatins an, der größte Theil bleibt aber in der Auflösung.Diese wird verdampft, in verdünnter Schwefelsaure wieder aufgelöst, wobeisich ein grüner harziger Stoff ausscheidet, und dann wird das Corydalindurch kohlensaure oder besser ätzende Alkalien gefällt.
Das Corydalin, entweder in ungefärbten prismatischen Krystallen oderfeinschuppig, ist ohne Geruch, und wegen seiner geringen Löslichkeit inWasser ohne Geschmack. Die Salze sind aber von ausnehmender Bitterkeit,welche sich der des Chinins anschließt, und sich dem Quassiabitter nähert.In Alkohol ist es auflöslich, die Auflösung reagirt alkalisch.
Nach dieser Analyse enthalten 100 Th. Wurzel: Wasser 78 , 30 »vegetabilisches Eiweiß 0,40; äpfelsauren Kalk, Schleim und etwas schwe-felsaures Kali 2,00; Corydalin mit Aepfelsäure, nebst salzsaurem Kaliund Schleimzucker, 5 , 86 ; Amylum 4 , 58 ; grünes Harz und weicheswiderlich schmeckendes Fett 0 , 18 » Holzfaser 10,68. Zm trocknen Zustan-de: Wasser o z Eiweiß 1,84; äpfelsauren Kalk u. s. w. 9,21; Coryda-lin rc. i 7 , 78 ; Amylum 21,10; Harz 0,87; Holzfaser 49,20.
**^r-!8tolovl»ia loOZa. Die Wurzel. Lange Osterltt-zeiwurzel.
-ärirtolyclns longs Icknn. Lange Osterluzei.
Abbild. Düsseld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XVIIl. Taf. 25 .
Hayne Arzn. Eew. Bd. IX. Taf. 2«.
8/st. rsxusl. 61. XX. Orck. 2 . OMSnärra Uexanüris,
Orcl. NLtural. linrioloekieas.