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senkt. Nach Hume löst man ein Quentchen salpetersaures Silberorydin einer Unze destillieren Wassers anst schlagt daS Silberoryd durch Aetz-ammoniak nieder, und setzt dann tropfenweise Ammoniak hinzu, wobeiman dafür Sorge trägt, daß nicht mehr hinzukommt, als gerade zurWiederauflösung des niedergeschlagenen Silberorydes erfoderlich ist. DieseAuflösung (ein Doppelsalz aus salpetersaurem Ammoniak und aus silber-saurem Ammoniak) wird filtrirt und in einer mir Schmirgel verschlosse-nen Flasche aufbewahrt. Von diesem sehr zu empfehlenden Reagens nimmtman mit einer Glasröhre einen Tropfen, bringt ihn auf ein Stück ge-leimtes Papier, zugleich nimmt man einen Tropfen der zu prüfendenFlüssigkeit, wenn nämlich die Menge derselben nur gering ist, und ver-einigt sodann beide Tropfen durch Annäherung des einen zu dem andern,indem man ins Papier eine Falte macht. Wenn in der zu untersuchen-den Flüssigkeit auch nur eine Spur von arseniger Säure vorhanden ist,so färbt sich die Flüssigkeit sogleich gelb, und bildet einen leichten Nie-derschlag, der schön gelb ist, dem Lichte ausgesetzt nicht schwarz wird,sondern bloß ins Braune übergeht. Hierdurch unterscheidet sich nämlichdieser Niederschlag, der sehr voluminös ist, und dadurch die Empfindlichkeitdes Reagens erhöht, von demjenigen, welchen phosphvrsaure Salze mit sal-petersaurer Silberauflösung hervorbringen. Das Phosphorgelb ist Heller,und geht bald in ein dunkles Grün über, wird schwärzer und zuletzt ganzschwarz, wogegen das Arsenikgelb länger steht und dann braun wird. DerVersuch muß jedoch nicht im Sonnenschein gemacht werden, weil sonst derUebergang der Farben zu rasch erfolgt (Rüst und Caspcr Repert. XII. S.Z96.). Monheim hat noch ein anderes, jedoch nicht untrügliches Un-terscheidungszeichen angegeben, daß nämlich das arsenigsaure Silberorydin Essigsäure auflöslich, das phosphvrsaure Silberoryd aber darin unauf-löslich sey; ersteres wird von chemisch reiner Essigsäure in Zeit von einerMinute völlig aufgelöst, beim genauen Sättigen mit Ammoniak erscheintwieder der gelbe Niederschlag. Hierdurch könnten also beide Niederschlage,wenn sie zusammen vorkommen sollten, leicht von einander geschieden werden.
Theeaufguß wird von salpetersaurem Silberoryd rothbraun gefärbt,und läßt einen geringe» Arsenikgebalk nur undeutlich durch eine schwachegelbliche Trübung erkennen. Brechweinstein ändert die gelbe Farbe desNiederschlags in eine weiße um. War Kochsalz in der Flüssigkeit vor-handen , so fälle man die Salzsäure durch salpetersaures Silber so lan-ge, bis ein in salzsäurehaltiges Wasser fallender Tropfen dieser Flüssig-keit anzeigt, daß sie schon etwas salpetersaures Silber im Ueberschuffeenthalte. Hierauf setze man derselben Salpetersäure bis zum mäßigenVorwalten zu, um das etwa niedergefallene arsenigsaure Silber wiederaufzulösen, filtrire vom Hornsilber ab, und stumpfe in der klaren Lau-ge wie vorhin die überschüssige Salpetersäure durch Ammoniak ab.
5) Das mineralische Cbamäleon. Die zuletzt roth bleibendeAuflösung wird durch eine auch ioo,ooofache verdünnte Auflösung des