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weißen Arseniks ins Gelbe umgeändert. Dieselbe Erscheinung erfolgt aberauch durch Brechweinstein, Fleischbrühe und Zwiebelabsud; Theeaufguß wirdbräunlich gefärbt. Schwefel- und salzsaureö Eisen, essig- und salpeter-saures Blei geben gelbe, wenn auch etwas anders gefärbte Niederschlage.
6) Netzendes Quecksilbersublimat. Werden dem zu prü-fenden Fluidum einige Tropfen Sublimatanflösung zugesetzt, und fällt beiZutröpfelung von kohlensaurem Kali nicht das bekannte Quecksilberorpdmit orangengelber Farbe nieder, sondern zeigt sich ein weißer Nieder-schlag , so ist Arsenik zugegen. Bei sehr geringen Quantitäten Arsenikfällt der Niederschlag mehr oder weniger blaßgelb aus, jedoch verschiedenvon der orangengelben Farbe. 2" diesem Falle ist das Verhältniß deSSublimats zum Arsenik zu groß gewesen, man löse daher alles wiederin Essigsäure auf, setze eine größere Menge des auf Arsenik zu prüfendenFlutdums hinzu, und verrichte die Fällung durch Kali von neuem. Da je-doch bekanntlich das Qnccksilbersublimat ebenfalls weiß wird, sobald Sal-miak gegenwärtig ist, so muß hierauf recht sehr Rücksicht genommen werden.
7 ) Jod. Um zn entscheiden, ob in einer giftigen Flüssigkeit Arsenikoder ätzendes Quecksilbersublimat enthalten sey, hat Brugnatelli (Schw.I. XX. S. 5g.) folgendes Prüfnngsmittel vorgeschlagen. Man keckefrisch bereitete Weizenstärke in Wasser bis zu einer gehörigen Dicke, hie-,zn setze man so viel Jod, daß die Masse eine blaue Farbe bekommt, undverdünne dann das Ganze mit reinem Wasser, bis es schön azurbl-uwird. Bringt man in diese Masse einige Tropfen einer wäßrigen Au'-losung des Arseniks, so wird die Farbe röthlich und verlöscht endlich.Eine Auflösung des Quecksilbersublimats bringt, zu Jod und Stärke ge-mischt, fast dieselben Veränderungen als der Arsenik hervor; setzt man aberder Flüssigkeit, aufweiche der Arsenik bereits gewirkt hat, einige Tropfenrectificirte, durchaus keine schweflige Säure enthaltende Schwefelsäure hinzu,so wird die ursprüngliche Farbe schöner noch, als sie vorher war, wiederhergestellt. Hat man ätzendes Quecksilbersublimat in die Mischung gebracht,so vermag Schwefelsäure keine Wiederherstellung der Farbe zu bewirken.
Die Jodstärke wird aber nicht nur durch schweflige Säure, selbstim Minimum, so daß sie das feinste Reagens auf diese Säure ist, ent-färbt, wodurch auch die Wiederherstellung der blauen Farbe mittelstSchwefelsäure verhindert wird, sondern auch durch Zwiebelabkochung, undhier wird die verschwundene Farbe ganz wie beim Arsenik wiederherge-stellt. Außerdem entfärben noch mehrere Stoffe die Jodstärke, als dieBlausäure, das Cyanqueckfilber, das salpetersaure Quecksilberorydul.
Das schwefelsaure Eisenvrpdul, welches die Gegenwart des Arseniksdurch eine weißliche, langsam niedergehende Wölkung anzeigen soll, istein wenig empfindliches und trügliches Reagens, da dieses Eisensalz mitPhosphorsäure ganz denselben Niederschlag giebt, auch durch die mehre-sten Salze, wenn auch mit veränderten Farben, niedergeschlagen wird.
Cooper hat eine Auflösung des chromsauren Kalis empfohlen, dessen