Loliaturn
zu einem 500 Fuß langen Drathe ausgezogen werden, und man schlägtdas Gold zu Blättern aus, die nicht mehr als Zoll an Dicke ha-
ben. Seine Ausdehnung geht noch weiter, wenn man einen Silbercylindermit Gold überzieht, und dieser nun zum feinen Drath ausgezogen wird.Reau mur brachte es auf diese Weise dahin, daß das Goldblättchen hierein ir Millionentheil eines Zolles ausmachte. Das Gold schmilzt schwererals Silber und Kupfer, und federt ungefähr ch 70; ° C. Thermometer-grade, um in Fluß zu kommen. Es leuchtet dann mit einer meergrünenFarbe, die beim Erkalten des Goldes wieder gelb wird. Es ist wenig flüch-tig; wenn es aber im Focus eines starken Brennglases geschmolzen wird,so verdunstet es, und wenn man eine silberne Scheibe einige Zoll darüberhält, so wird sie von den Dämpfen vergoldet. Läßt man eine größere MasseGold sich langsam abkühlen, so schießt das zuerst erstarrtem kurzen vier-seitigen Pyramiden an. Spec. Gew. zwischen 19,4 und 19,65.
Das Gold bat von allen Metallen die schwächste Verwandtschaft zumSauerstoffe. Für sich wird es bei keiner Temperatur der Luft orpdirt; ob-gleich es in Verbindung mit andern orydirten Körpern orpdirt, und in die-sem Zustande sogar verglast werden kann. Wir kennen bis jetzt mit Sicher-heit nur L Orydationsstufen, das Orpdul und das Orpd. Ersteres bestehtaus 96,15 Gold und 5,87 Sauerstoff, und ist ---- 2586,026.
Das Goldoryd A — 2786,026, aus 89,22 Gold und 10,78 Sauer-stoff bestehend, hat sehr wenige Eigenschaften einer Salzbase, vielmehr nä-hert es sich den Metallsäuren, denn es wird zwar von den Säuren aufge-löst, es hat aber auch in hohem Grade die Eigenschaft, sich mit den Alka-lien zu eigenen, beinahe farblosen Salzen zu verbinden. Will man daherGoldchlorid mit einem Alkali niederschlagen, so muß man weniger hinzu-setzen, als zur Sättigung des Chlors nöthig ist. Nach Pelletier, derüber das Verhalten des Goldes sehr genaue Versuche angestellt hat (Schw.N. I. 1. 1821. S. 505.) tritt das Goldoryd mit keiner einzigen Säurein Verbindung, sondern alle Goldsalze sind nach ihm Verbindungen des me-tallischen Goldes mit Chlor, welches an sich, oder in der Salpetersalzlanreregis, Königswasser), das eigentliche Auflösungsmittel des Goldesist. Die Verbindung des Goldorvds mit dem Ammoniak (das goldsanreAmmoniak) ist unter dem Namen Knallgold, rburum kulminsns, bekannt.
Eine Verbindung von 2a Gold und 76 Zinnoryd nach Proust, odervon 28,2 Gold, 64,oZinnoryd und 7,6 Wasser nachBerzelius, welcheaber von diesem Chemiker als eine Verbindung des rothen GoldsuborpdsmitZinnorpdul angesehen wird, ist unter dem Namen Goldpurpur, ?ur-pur« ininerslir, Purpurs Lssrii, bekannt.
Von den Legirungen des Goldes ist besonders die mit Kupfer zu beach-ten. Diese Legirung ist geschmeidig. Das zu gewöhnlichen Zierrathen ver-arbeitete Gold, welches 25,6 Proc. Kupfer enthält, läuft während des Ge-brauchs nicht selten dunkel an, und sieht schmutzig aus, welches von der
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