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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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jjalgÄlnuni

Nach Sprengel (Berl. Jahrb. XXVII. 2. S. 2N.) ist das vonLinnc d. I. als eigene Gattung aufgestellte IVI^rox^Ion schon 176zvon Jacquin unter dem Namen IVIg-rosxer-num gründlich beschriebenund abgebildet, es sey also dieses wieder an die Stelle der verschiede-nen Benennungen Toluilera 6. und IVl^rox^Ion zu setzen.

IVIz-rorpermuni peruiteruin. Der Peruanische Balsambaum.

IVI^rox)-Ioii peruikerum Tinn. lil.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XV. Taf. 3 .sexual. 61 . X. Orü. 1. Oecanclria iVIonog^nia.

Orcl. nalural. l.eguminosae. Tribus; Lopkorese 66. (?)

Dieser schöne und ansehnliche Baum ist in Neu - Granada, Peru,Columbien und Meriko einheimisch, und in jenen Gegenden unter demNamen Tacke, (tuina Huina, bekannt.

Der Stamm ist mit einer dicken, glatten, sehr harzreichen Rindebedeckt. Die jungen Zweige sind glatt und mit kleinen runden Warzen vonetwas hellerer Farbe besetzt. Die immergrünen Blätter stehen abwechselnd,und sind ungleich gefiedert, aus eilf oder mehreren ebenfalls abwechselnd ste-henden Fiederblättchen gebildet; die Fiederblättchen sind eiförmig-länglich,stumpf und etwas ausgeraubet, auf beiden Seiten glatt, oben glänzend grün,unten blässer; gegen das Licht gehalten zeigen sie durchsichtige Drüsen undsind lederartig, netzförmig aderig. Die Blüthen bilden einfache aufrechte,ungefähr 5 Zoll lange Trauben an der Spitze der jungen Zweige; der Kelchist glockenförmig, die Blumenkrone aus fünf sehr ungleichen zarten Blumen-blättern gebildet, von denen 4 sehr schmal sind, das obere breitere der Fah-ne einer Schmetterlingsblume analog ist; sie sind weiß oder blaß rosenrot!)mit gelblichen Nägeln. Die Früchte sind 4 — 5 Zoll lange, einen Zoll breite,zusammengedrückte, am Rande geflügelte, nicht aufspringende Hülsen, diean der Spitze in einer aufgetriebenen Höhle i (— 2) Saamen enthalten.

Durch die Blüthe sowohl, als durch die glandulös punktirten Blät-ter, so wie durch den Mangel der Nebenblätter weicht die GattungIVlz-rospermum von der Familie der Teguminosse, Unterfamilie?Lss>-livuscese, sehr ab. Au der Familie der Terebinikacese hat sie nä-here Verwandtschaft als die übrigen Hülsengewächse, sowohl im Bau,als im Gehalt an balsamischen Bestandtheilen.

Dieser Baum soll, wie man annimmt, aus den in ihm gemachtenEinschnitten den weißen peruvianischen Balsam entlassen, wogegen derschwarze peruvianische Balsam dadurch bereitet werde, daß man die Rinde,die Zweige und andern Theile, die keinen weißen Balsam mehr ausfliesenlassen, klein geschnitten mit Wasser auskocht, oder nach Andern, daßman die Zweige rc. des Baums einer absteigenden Destillation unterwirft.

Stoltze, dem wir eine musterhafte Analyse dieses Balsams verdan-ken (Berl. Jahrb. XXV. 2. I8L4. S.24.), hielt es nicht für wahrschein-lich, daß der weiße und der schwarze Perubalsam von einem und demselbenBaume abstammen, denn ihre innere Zusammensetzung ist sehr verschieden;