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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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152
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122 ÜAlskMUM ?6ruvisnum

bäume untersucht hat, fand nur eine Art. Diese liefert in Peru denPeru-, in Neu-Granada den Tvlu-Balsam. Der Unterschied scheint nachSprengel nur von dem verschiedenen Standorte herzurühren; derStandort des Balsambaums in Peru ist 6000 Fuß höher alü um Tolu,auch liegt er gerade unter dem Aequator, während Tolu isv geographi-sche Meilen nördlicher liegt.

Richard, welcher gleichfalls vermuthete, daß Peru - und Tolubal-sam von einem und demselben Baume geliefert würden, überzeugte sichaus Humboldt's Herbarium, daß es zwei verschiedene, obgleich sehrnahe verwandte Arten seyen, wovon weiter unten die Rede seyn wird.

Der schwarze Peruvianische Balsam, dessen zuerst im Jahr iL80 vonNie. Monardes, Professor in Sevilla, Erwähnung geschieht, hateine dunkel braunrothe Farbe, ist in Tropfenform vollkommen durchsich-tig, besitzt einen vanilleartigen Geruch, einen anfangs milden, bitterlich-gewürzhasten Geschmack, der aber auf der Zunge und im Schlunde baldLuden her rohen Benzoesäure eignen prickelnden Reiz übergeht, hat einfpec. Gew. von i,l4o bis 1,150, eine syrupähnliche Dicke und trocknet anwarmer Luft nicht ein. Vermittelst eines Dochtes brennt derselbe lebhaft,verbreitet jedoch dabei einen starken Rauch. Ohne Docht brennt er erst dannbei Annäherung einer Flamme, wenn er bis zur Zersetzung erhitzt worden.

Kaltes Wasser, noch mehr aber heißes Wasser löst aus dem damitgeschüttelten Pernbalsam Benzol-säure und auch Spuren der andern Be-standtheile des Balsams auf, doch kann ihm alle Benzoesäure nur durcheinen Zusatz von Kalicn entzogen werden; er verhält sich also hieringanz der natürlichen Benzol- analog. Durch heißes Wasser allein kannnie eine Theilung des Balsams in seine Bestandtheile, sondern nur ineine auf der Oberfläche des Wassers erscheinende Haut, und in einen zuBoden fallenden Theil bewirkt werden; beide sind aber von gleicher Be-schaffenheit, und die obenaufschwimmende Haut wird nur vermöge derAdhäsion auf der Oberfläche des Wassers erhalten.

Schwefelather löst nur einen Theil, gewöhnlicher weingeisthaitigerAether etwas mehr von dem Balsam auf.

Absoluter Weingeist mischt sich mit dem Balsam in allen Verhält-nissen : erst nach einiger Zeit fetzte sich eine unbedeutende Menge braunerStändchen ab.

Je mehr der Weingeist verdünnt ist, desto mehr verliert er die Fä-higkeit den Balsam zu lösen, so daß von 70 Procent hastigem Weingei-ste 6 Theile erfoderlich sind. Es wäre also eine Verfälschung mit bockststarkem Weingeiste möglich, doch würde, damit der Balsam nicht zuflüssig werde, nur wenig, höchstens ä, angewandt werden können. DieseVerfälschung wäre leicht zu erkennen 1) an dem bedeutend verminder-ten spec. Gewichte, und L) bei der Destillation im Wasscrbade, wo statteiniger Tropfen Wasser und etwas Benzoesäure ein weingeisthaltigesDestillat erhalten werden würde.