öülsamum k'si'uvisnum
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Terpenthinöl läßt sich bis zum achten Theile mit dem Perubalsam ver-mischen, eben so die ätherischen und fetten Oele, namentlich das weißeBaumöl; bei einem größcrn Zusätze erfolgt vollständige Trennung, die durchWarme noch mehr beschleunigt wird. Eine solche Verfälschung würde alsonie mehr als den achten Theil betragen können; ist aber der Zusatz nichtgrößer und das fette Oel rein und möglichst geruchlos, so kommen die äu-ßern Eigenschaften eines solchen Gemisches, so wie Geruch und Geschmack,ganz mit dem ächten überein. Dieses fette Oel bleibt aber bei der Lösungin Weingeist von 7S Proc. ungelöst zurück. (Ricinusöl wird jedoch eben-falls vorn Weingeiste aufgelöst. D.) Den Zusatz von ätherischen Oelen er-kennt man leicht bei der Erwärmung des Balsams durch den-Geruch.
Mit Copaivabalsam läßt er sich bis zum 4ten Theil vermischen, ohneeine Zersetzung zu erleiden; wird der Zusatz aber größer, so erfolgt eineZerlegung, die auch durch Wärme befördert wird. Um eine Verfälschungmit Copaivabalsam zu erkennen, empfahl man bisher die Prüfung durch denGeschmack und durch concentrirte Schwefelsäure. Ersterer kann aber leichtdurch den prickelnden Reiz der im Perubalsam befindlichen Benzoesäure ver-steckt werden, und letztere Prüfung, daß nämlich bei Zusammenmischung derconcentrirten Schwefelsäure mit Copaivabalsam weit mehr Wärme entwickeltwerde, als mit dem schwarzen Pernbalsam, ist nachStoltze's Versuchendurchaus trüglich. Durch folgende Prüfung ist aber die kleinste Beimischungvon Copaivabalsam zu erkennen. Man löst etwas von dem verdächtigenBalsam in starkem Weingeiste auf, sättigt die freie Benzoesäure mit Aetz-ammvniak, setzt dann etwas Wasser hinzu, und verdampft den Weingeist.Der Balsam wird sich nebst etwas ausgeschiedenem Harze unter der wäßrigenFlüssigkeit befinden, die man abgießt, und dann die balsamische Materiestark erwärmt. War auch nur die geringste Beimischung von Copaivabalsamvorhanden, so wird sich diese durch ihren specifischen Geruch sogleich zuerkennen geben, da im entgegengesetzten Falle nur der Geruch deS reinenBalsams sich verbreitet. Auch durch den Geschmack läßt sich in dem nachdieser Methode von Benzoesäure befreiten Perubalsam der beigemischte Co-paivabalsam deutlich erkennen, jedoch ist die Prüfung durch den Geruch nochschärfer. Beträgt die Verfälschung z bis;, so wird diese auch schon durchdas bedeutend verminderte spec. Gewicht entdeckt, und in diesem Falle lassensich die Dämpfe des Copaivabalsams ohne alle Vorbereitung erkennen.
Da dem im Handel vorkommenden Balsam leicht ein Theil derBenzoesäure durch kohlensaure Alkalien entzogen seyn könnte, ohne daßer an seinen äußern Eigenschaften viel litte, so muß man denselben auchin dieser Hinsicht prüfen. Man löst den Balsam in seinem sechsfachenGewichte Weingeist von ?o Proc. auf, und sättigt die Lösung genaumit einer verdünnten Lösung des basischen kohlensauren Natrons, inooGewichtstheile ächten Perubalsams müssen 75 Gewichtstheile reinen kry-stallisirten basischen kohlensauren Natrons sättigen.
Vermischt man in der Kälte eine ganz concentrirte Aetzkattlauge mit