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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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bestoff entzogen werden konnte, niedergeschlagen wurde; nur durch Chlorwird es gebleicht; sein Gewicht betrug 16,7» Gran. Beim Einäschern imPlatintiegel gaben 1000 Gran der Kerne iv,9, also nahe s Procent, einerweißen, kalihaltigen, größtenteils aber aus phosphorsaurer Kalkerde mitwenig Kieselerde bestehenden Asche.

Demnach bestehen ino Th. Cacaobohnen aus 55,19 Fett; tü,7n estweißartigem Cacaobraun; in,9l Stärkemehl; 7,75 Schleim; 2,91 Cacao-roth; 0 , 9 » Faser; 5,2» Wasser. 8. — gg,57; ferner einer unbestimmba-ren Menge eines flüchtigen Riechstoffes, und in der Gesammkmasse vertheilt,1,99 Gran Asche. Der Verlust rührt von den leicht an den Filtern hän-genbleibenden schleimigen Bestandtheilen her.

Bei gerösteten Cacaobohnen fällt das Cacaorvth weniger angenehm aus,indem es sich ins Bräunliche zieht.

Der hauptsächlichste Bestandtheil ist demnach das fette Oel, welchesauch vortheilhaft durch Auskochen der Bohnen mit abjolutem Alkohol, undFiltriren der heißen Auflösung gewonnen werden kann. Lampadius er-hielt auf diese Weise 52 ,1 Procent, also bedeutend mehr, als durch Aus-pressen erhalten wird. Es findet in der Medicin Anwendung. Am häufig-sten aber werden die Cacaobohnen benutzt zur Bereitung der Chocolade.Zu diesem Endzwecke werden die Bohnen geröstet, um den etwas dumpfigenGeruch zu benehmen, die Feuchtigkeit größtenteils zu vertreiben, und umdie Scharfe und Bitterkeit zu vermindern. Auch läßt sich dann die Schaleleichter ablösen. Die von ihren Schalen gereinigten Bohnen werden hier-auf in einem eisernen gelind erwärmten Mörser, oder in einem eignen wei-ten eisernen Kessel zerrieben, bis sie vermöge ihres fetten butterartigenLeles-zerflossen und so fein sind, daß auf der Zunge nichts Körniges mehrunterschieden werden kann. Dann wird der fein gepulverte Zucker allmäligzugesetzt, und mit dem Reiben oder Stoßen so lange fortgefahren, bis dieMasse wieder ganz gleichartig ist, worauf dann zuletzt das Gewürz, Va-nille oder in deren Ermangelung peruvianischer Balsam zugemischt, derTeig in blecherne Formen getragen, und durch Klopfen ihm eine ganz gleiche,glatte Oberfläche ohne Blasen gegeben wird. Nach dem Erkalten sind dieTafeln leicht von den Formen zu trennen.

Von mehreren Seiten ist in neuerer Zeit auf die Spuren von freiwer-dender Elektricität bei der frisch bereiteten, noch in den Tafeln befindlichenChocolade aufmerksam gemacht worden, diese find aber schon in frühererZeit bemerkt. So heißt es in W ieg Ieb's Geschichte der Chemie (HierTh. S. 285.): „Als Pabst in Riga in jetzigem Winter (1782) eine Por-tion Chocolade verfertigt hatte, und die erkalteten Tafeln so auf einanderlegte, daß immer die Seite, welche an der Form gelegen hatte, oben zuliegen kam, so bemerkte er, daß einige kleine abgesprungene Stückchen,welche oben drauf fielen, sich schnell in die Hohe richteten, und daraus ver-muthete er eine elektrische Wirkung. Als er darauf mit einigen Tafeln insDulk's prenß. Pharmak. I. iz