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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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195
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Osieput. Das Oel. Cajcputöl.

Es wird in Ostindien aus den Aestcn und Blättern von lVlo-lalsuoa Osjsputi kioxk,. st Ooiedi-vok.^ einem dort cinhci«mischen kleinen Baume, durch Destillation bereitet.

Ein ätherisches dünnflüssiges, gemeiniglich grünes, seltener gelb-liches Oel, von angenehmen campherartigem Gerüche, scharfemund gewürzhastem Geschmacke. Spec. Gew. — 0,978. Das ku-pferhaltige darf nur, um das rectificirte Oel daraus zu bereiten,oder zum äußerlichen Gebrauche angewendet werden.

IVlelsIeucs Lssspul,' ksoxd. (6at. Oslvult.) CajepUtbäUM.

— n»'nor8milk. inktrerLz-clop.sOe 6, proärtlll. p. 212.)Abbild, ksuinpli. II. Taf. 17. Fig. i.

rexusl. 61. XVIII. Orck, A. Vol^siillria.

Orcl. nsiursl. IVI^rtUcese.

Auch noch in der Auflage der Pharmakopve von 1827 war, wie bisherallgemein, IVlelaleuo» b-euc-ickenstron, weißstämmigsr Cajeputbaum (Ab-bild. Düffeld. Stimm!, ofsic. Pflnz. Lief. XI. Taf. 3 .; Hayne Arztt. Gew.Bd. X. Taf. 9.) als die Pflanze Angegeben worden, von welcher das Cajeput-öl gewonnen werde. Dieser Baum (Cajerüt bedeutet in der Landesspracheder wetßeBaum) wächst auf mehreren Inseln des ostinöischen Archipels, be-sonders auf Celebes, Amboina, Buro und Cerama, wo er, besonders aus denzuletzt genannten Inseln, nach Rumph ganze Berge bedeckt; er kommthier einzeln, so daß er nie dichte Wälder bildet, an sonnigen Orten aufkiesigem Thonboden vor.

Der Stamm erreicht die Dicke eines Mannes, und eine Höbe von50 Fuß; das Holz ist graulichweiß, fest Und schwer; seine Rinde ist weiß,unserer Birke ähnlich, ihre Epidermis reißt wie bei dieser auf, und rolltsich spiralförmig zurück. Am untern Theile sind die Stamme zuweilenschwarz, wie verkohlt, wodurch dieser Baum ein gänz eigenes Ansehen ge-winnt. Die langen nackten und gekrümmten Aeste bilden eine lichte unan-sehnliche Kröne.

Die Blätter sind in der ersten Jugend Mit einem Weißen seidenartigenHaarüberzuge bedeckt, im erwachsenen Zustande vollkommen glatt, fest undtrocken; sie sind lancettförmig, ungefähr 4 Zoll lang und 8 —10 Liniertbreit, gelblichgrün und mit fünf weißlichen Nerven durchzogen. Die weiß-lichen Blüthen, mit sehr kurzen Blumenblättern und sehr langen büschelför-migen Staubfäden; sitzend, stehen zus — 3 dicht an einander gedrängt, iNlaren unterbrochenen Aehren, auf besondern Aestchen, die aus den Winkelnder obern Blätter entspringen, und nach der Blüthe an der Spitze wiederNeue Blätter entwickeln. Die Frucht ist eine runde,- graue, etwas bauchige^abgestutzte Kapsel, dreifächerig und mit zahlreichen, spreuartigeN, länglichen

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