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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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196
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Oslsmus

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und eckigen Saamen angefüllt. lVIelaleuo« vaseput: steht dem lVl. Tsuc,-ä?nürl>n sehr nahe, und unterscheidet sich nur durch mehr elliptisch -lancett-ftrmige Blätter, und durch zottige Kelche und Aestchen.

Die Blätter und die Früchte dieses Baumes geben bei der Destillationdas Cajeputöl. Es ist leichter als Wasser, und besitzt einen eigenthümlichenaromatischen, starken, nicht unangenehmen Geruch, und einen feurigen, zu-letzt kühlenden Geschmack. Die grüne Farbe des Oels rührt zuweilen vonKupfer her, doch versichert Thun berg ausdrücklich, daß das ächte Oeleine grasgrüne Farbe habe, und auch Psaff bezeugt, ein vortrefflichesLei von blaßgrüner Farbe gehabt zu haben, welches ohne einen Fleck aufdem Papiere zu hinterlassen über glühenden Kohlen verdampfte. VieleSchriftsteller versichern, daß die grüne Farbe zufällig sey, und von kupfernneu Gesäßen herrühre, in welchen das Oel verschickt werde; die Versendungaber geschieht in grünen Glasbouteillen, wie schon Martius (Berl. Jahrb-XVI. 1815. S. 175.) behauptet hat, und ich selbst besitze eine solche grüneOriginalflasche mit Cajeputöl, wie sie von der ostindischen Compagnie inden Auctionen zu London verkauft werden. Wenn sich daher in einem äch-ten Cajeputöl ein Kupfcrgebalt finden sollte, so könnte man es eher mitMartins dem Umstände zuschreiben, daß bei der Bereitung der kupferneDestillationsaxparat nicht reinlich genug gehalten worden sey. (Vergl.Visum Lajeputi im 2ten Theile.)

Bisweilen kommt auch ein künstliches Cajeputöl im Handel vor, wel-ches durch Destillation des Rosmarinöls über Cardamom und Campherbe'reitet, und entweder durch Kupfer oder durch ein Pflanzenharz, z. B. vonder Schafgarbe, gefärbt worden. Vergleichung mit ächtem Cajeputöl wirdden Unterschied lehren. Ein Gehalt an Terpenthi.nöl wird durch Weingeistvon etwa 75 Procent entdeckt, welcher zwar das Cajeputöl, aber nicht daSTerpenthinöl auflöst, welches letztere daher sich aus der milchigen Flüssigkeitausscheidet. Absoluter Alkohol löst beide Oele auf.

6s1amus. Die Wurzel. Kalmuswurzel.

H.C0I-US Lalsinris lmnn. Eine ausdauernde SumpfpflanzeDeutschlands.

Die walzenförmige, zusammengedrückte, geringelte Wurzel(Wurzelstock), von ein bis zwei Daumen Dicke, außen grün oderroth, von abgeschnittenen Wurzelfasern genapbt, innen weis,',schwammig, von bitterm und gewürzbaftem Geschmacke und an-genehmen Gerüche. Gemeiniglich kommt sie geschält und der Län-ge nach zerschnitten zum Verkauf. Im späten Herbste oder iwFrühlinge einzusammeln.