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zen Frucht ist höchstbrennend, beißend, der Geruch im frischen Zustandeetwas betäubend.
Die Pflanze blüht im Juli, und ihre Frucht erlangt in den gemäßig-ten Klimaten Europas gewöhnlich ihre Reife.
Die Früchte sind vfficinell. Im trocknen Zustande sind diese fast ge-ruchlos, theilen auch dem darüber abgezogenen Wasser weder Geruch nochGeschmack mit, reizen aber durch ihren Dunst, oder wenn sie stäuben, leichtzum Niesen. Auf der Haut erregen sie entzündliche, schmerzhafte Nöthe,zuweilen auch Blasen.
Bucholz (Tasthenb. 1816. S. i.) hat den spanischen Pfeffer zerlegt,und denjenigen Stoff, in welchem das so ausgezeichnet Brennende und Wirk-same seinen Sitz hat, Capsicin genannt. Er erhielt es durch Ausziehendesalkoholischen Ertracts mit Schweseläther in der gewöhnlichen Temperaturund Verdunsten desselben. Dieses Princip hatte i) eine dunkel gelbrotheFarbe; 2) einen nicht unangenehmen, eigenthümlichen, balsamischen Geruch;S) einen eigenen, schwach balsamischen Geschmack, der gleich darauf, selbstin der kleinsten Menge, in ein heftiges anhaltendes Brennen überging, undbst größerer Menv'Entzündung und Betäubung des Geschmacks bewirkte;4) eine balsamartige Consilien;; 5) über der Weingeistlampe zersetzte es sichunter Verbreitung eines dicken, weißen, im höchsten Grade zum Hustenund Niesen reizenden Dampfes, und Hinterlassung eines kohligen Rückstan-des ; 6 ) das kalte Wasser wirkte nur wenig darauf, und mit demselben zu-sammengerieben und filtrirt brachte es nur ein schwaches Brennen auf denLippen hervor; 7) destillirter Essig löste mehr davon auf, und bewirkte einstärkeres Brennen; 8 ) 85 Procent hastiger Alkohol löste es leicht auf, diervthaelbe Tinctur hatte einen anhaltend heftig brennenden Geschmack; s)eben so verhielt sich Schwefeläther und 101 Terventhinöl; 11) Mandelöllöste diesen Stoff gleichfalls auf, dämpfte aber das Brennen, während derbalsamische Geruch sehr stark blieb; 12) auch eine schwache Aetzkalilaugegab eine gesättigte, rothgelbe, etwas trübe Auflösung von einem besondersheftig brennenden, entfernt safranartigen Geschmacke und hervorstechendemBalsamgeruche; 15 ) Salpetersäure und Schwefelsäure, die damit in Be-rührung gebracht worden waren, schienen nichts davon aufgelöst zu haben,wenigstens hatten sie keinen brennenden Geschmack angenommen. Pfaffvermuthete, daß das Capsicin ein Alkaloid sey, was jedoch zu bezweifelnist. Außer diesem Capsicin oder brennendem Balsamharz enthielt der spa-nische Pfeffer noch einen zweiten zu seiner arzneilichen Kraft mit beitragen-den Bestandtheil, einen kräftigen Ertractivstoff von merklich bitterm, nichtunangenehm erwärmendem, schwach gewürzhaftem Geschmacke, dessen chemi-sche Reactionen übrigens nichts Auffallendes hatten. Die übrigen Bestand-theile, die Bucholz fand, sind als ziemlich indifferent zu betrachten. Ererhielt aus 560 Theilen: Capsicin (brennendes Balsamharz) 20; reinen Er-tractivstoff von bitterm, gelind aromatischem Geschmacke 45; Ertractivstoffmit einem Antheil Gummi 105 ; grimmigen Stoff 4S; Wachs ss; »weiß-