Buch 
1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
Entstehung
Seite
250
JPEG-Download
 

25 o Oaswreum

sundbeitszustand der kanadischen Biber, und durch die Zeit, in lvelcherdie Thiere erlegt werden.

Büchner (Ebend. S. 37.) erhielt einmal Beutel von kanadischemBibergeil, welche größtenteils (durch Krankheit des Thieres entstanden)Concremente aus kohlensaurer und phosphorsaUrer Kalkerde mit wenigthierischem Stoffe waren. Büchner (Report. XXIV. z. S. 293.)glaubt durch Versuche (Repert. xvn. S. 37. und XXlV. S. to/.)hinreichend bewiesen zu haben, daß das Castoreum von verschiedenenBibern in seiner Mischung sehr ungleich seyn könne, daß z. B. der inallen Sorten vorhandene kohlens. und Phosphors. Kalk manchmal, undwahrscheinlich in Folge einer Krankheit des Thieres, überwiegend wird,und so die Beutel in Gestalt steiniger Concremente ausfüllt, oder daßdieser erdige Gehalt sammt den membranösen Theilen bisweilen beinahezum Verschwinden kommt, während der harzartige Bestandtheil daslle-bergewicht erlangt, oder auch, daß selbst in einem zusammenhängendenBeutelpaare manchmal eine auffallende Ungleichheit zwischen dem In-halte beider Beutel angetroffen werden kann. Von solchen merkwürdigenAbweichungen führt nun Büchner einige Beispiele an, indem er ver-schiedene fremdartige Substanzen, als Wurzel- und Holzfasern, Haareund Sand im kanadischen Bibergeil fand, was nicht für absichtlicheVerfälschung gehalten werden konnte.

Auch Martins (Ebend. S- 78.) erklärt sich dahin, daß es äch-tes kanadisches Bibergeil gebe. Trautwein (Ebend. S. toi.) beWzwei noch ursprünglich verbundene Geilen kanadischer Äaare, wovon dieeine auf ihrer Bruchfläche nach jeder Richtung hin mit Häuten durch-zogen , die andere aber durchaus glatt, mit einer harzartig glänzendenMasse von der Consistenz eines dicken Lerpenthins angefüllt und nichtdurchwachsen ist. Auch Büchner beschreibt die beiden ihm von Traut-wein zugesandten Geilen. Die eine enthielt zwischen weißem Zellgewebeeine orangengelbe, trockne, glanzlose Masse, welche jedermann als ächteskanadisches Castoreum erkannte, die andere war mit der erwähnten harz-artig glänzenden Masse angefüllt, oben aber, wo der Beutel schmälerzugeht, zeigte sich wieder einiges weiße Zellgewebe in der Masse.

Buchn er svrictt nun seine Meinung dahin aus, daß das meiste, wonicht alles kanadische Castoreum ächt und ungekünstelt sey, und zieht mitRücksicht auf 'eine chemischen Untersuchungen nachstehende Folgerungen i t)daß das Castoreum sehr verschieden au Consistenz, Farbe, Glänze, spec. Ge-wichte, Gerüche und Geschmacke, physiologischer Entwickelung und chemischerMischung vorkommen, und dessenungeachtet ganz ächt und na urlich Mkann. 2) Daß die Verschiedenheiten unstreitig >on r rschiedenen äußern Ein-flüssen, unter welchen das Thier lebt, vom Alter und Klima, von der Nah-rung , von der Jahreszeit, in welcher der Biber erlegt wird u- s. w., dannnoch ganz vorzüglich von der Art und Weise, wie und wie lange die Beu-tel getrocknet und aufbewahrt werden, herrühren. 3) Daß sehr schlechtes