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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Rasenplätze, einen Schuh hoch von der Erde über ausgespannte Lein-wand ausgebreitet, der freien Lust aus. Jeden Abend wird es schwachbegossen, und man läßt es so lange der Einwirkung der Sonne und derKühle der Nacht ausgesetzt, bis es ganz weiß geworden ist. In diesemZustande schmilzt es erst bei 155 ° R. und ist sehr trocken und zerreib-lich; man schmelzt es daher mit etwas Talg oder mit etwas venetiani-schem Terpenthin zusammen, um ihm wieder mehr Zusammenhang zugeben, und gießt es in runde Scheiben aus.

Zeichen für die Reinheit des weißen Wachses sind, daß es spröde,hart und fest ist, daß es mit einer Art von Geräusch zwischen denZähnen zerspringt, nicht nach Talg riecht und schmeckt, und auf seide-nes Zeuch getröpfelt keinen Fettfleck hinterläßt.

6ers 6svs. Gelbes Wachs.

Wird aus den Wacksscheiben der^xis msHiKos l-inn., eineszu den Hautflüglern gehörigen Jnsectes, ausgeschmolzen.

Es ist fest, fettig, in der Kälte zerbrechlich, durch die Wärmeder Hand zu erweichen, gesättigt gelb, auf dem Bruche beinahekörnig, im Feuer schmelzend, von eigenthümlichem Gerüche. Manhüte sich vor Verfälschungen.

Die Biene (S.pir melliflcL b.), zu den Hautflüglern (kk^menopters)gehörig, ist mit vier durchsichtigen und feingeaderten Flügeln versehen,und lebt schwarmweise in hohlen Bäumen und in künstlich erbautenWohnungen, den sogenannten Bienenkörben, wobei die Bienen die ein-zigen Jnsecten sind, welche die Pflege der Menschen genießen. In jedemSchwärme unterscheidet man:

1) Die weibliche Biene oder die Königin. Sie ist am größten, unddie einzige vollkommen ausgebildete weibliche Biene. 2) Die kleinen mitder Königin den Winter hindurch im Stocke verbleibenden Arbeitsbienen;diese sind ihre Männchen. Zur Zeit des Frühjahres erzeugen diese beidenGeschlechter noch zwei andere Vienenarten, nämlich Drohnenmütter undDrohnen. Erstere, weiblichen Geschlechts, aber nicht so vollkommen ausge-bildet wie die Königin, werden ebenfalls von den männlichen Arbeitsbienen,jedoch nicht zu jeder Zeit befruchtet, und legen nur Eier zu Drohnen; sieselbst können, wenn ein Stock weisellos wird oder schwärmen will, in einerWeiselzelle zu einer Königin erzogen werden. Die Drohnen sind geschlecht-lvs, oder vielmehr zur Geschlechtöfnnction unfähig, und müssen dies seyn,weil die Befruchtung der Königin und der- Drohnenmütter den Arbeits-bienen obliegt, und gäbe es männliche oder weibliche Drohnen, so müßte ausderen Begattung auch eine eigene Frucht hervorkommen, die aber noch niebemerkt worden ist. Die Königin hat die Bestimmung, Eier männlichenund weiblichen Geschlechts zu legen, die Drohnen sind bestimmt, diese aus-