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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Oeivus Ovlaeeuiu 277

mit dieser Farbe frisch angestrichen ist. Hauptsächlich wirkt es auf dasVerdaunngsspstem, und verursacht eine Krankheit, die unter dem Na-men der Malerkolik bekannt ist, und welche endlich, wenn sie öfterswiederkehrt, die Gesundheit der daran Leidenden gänzlich untergräbt.Aus demselben Grunde ist auch die äußerliche Anwendung in Pulverformzum Bestreuen der beschädigten Haut bei Kindern gefährlich.

6erv,i8. Das Horn. .Hirschhorn.

Das Horn von jLervus Llsptiur 6inn. , einem in Deutschlandhäufigen Thiere.

Eine knochenartige Materie, entweder in sehr dünnen Schnitzelnoder Stücke», durchs Kochen eine Gallerte gebend.

Abbild. Brandt u. Ratzeburg Darst. u. Beschr. lk, Taf. 6.Der Edelhirsch, zu der Classe der Säugethiere (lVlsmmsIia), zurOrdnung der Zweihufer (tz-LuIca) und zur Familie der Netzartigen (Ls-preoli) gehörig, ist kleiner als das Pferd, und hat ästige jährlich abfal-lende Geweihe, die aber dem Weibchen, der Hirschkuh oder Hindin,fehlen. Jur Begattungszeit, im September und October, werfen die Männ-chen die Geweihe ab, und im Frühlinge wachsen wieder neue, die an-fangs mit einer Haut (Bast) überzogen sind, von denen sich aber diese Haut,wenn sie ausgewachsen sind und sich zu verknöchern anfangen, ablöst.

Diese Geweihe bestehen aus phosphorsamer und kohlensaurer Kalk-erde, enthalten aber auch viel Gallerte, welcher sie ihre Aufnahme in denArzneischatz verdanken. Sie kommen gewöhnlich schon geraspelt in denHandel, doch werden ihnen auch häufig, ohne Nachtheil, die Knochen an-derer Säugethiere, welche dieselben Bestandtheile enthalten, untergeschoben.

Eine durch anhaltendes Kochen bereitete concentrirte Abkochung gestehtbeim Erkalten zu einer Gelee, welche mit Wein, Zucker und einigengewürzhaften Ausätzen zu einem sehr erquickenden Arzneimittel gemacht.werden kann, sehr häufig aber auch in den Haushaltungen bereitet wird.

6etaveum) gemeiniglich Okti. Wallrath.

Wird aus den oberhalb der Hirnschale befindliche» Höhlen undden unter der Haut im Leibe sich verbreitenden Canälen derkkz-sstor, vorzüglich des kl>. ir>aoroo8^>liqln8 6lnn., durchAusschmelzen und Reinigen erhalten.

Eine talgartige, härtliche, weiße, etwas durchsichtige, bläkt-rige, im Anfühlen schlüpfrige Materie, von mildem Geschmacke,in heißem Weingeiste und in Aether auflöslich,

inscrooephalu! h.inn. Gemeiner Pottfisch; Pottwall; Cachelot.Abbild.Brandt u. RatzeburgGetreue Darst.Heft Uf.Taf. 1 ?.