Letsceum
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Der gemeine Pvttfisch, dessen schon bei fimfirs Erwähnung geschehenist, gehört zu der Classe der Säugethiere (lVIamm-clis), zur Ordnung derWallfistbartigen (Lsiaoss) und zur Familie der Walle (6eie). Er be-wohnt gewöhnlich die Meere in der Nähe der Pole, und wird nur selten,wahrscheinlich in Folge von Wanderungen, in den gemäßigten Äonen ange-troffen. Er findet sich seltner in den nördlichen, häufiger in den südlichenMeeren, in dem indischen Archipelagus, besonders um die Molukkeu, n>obei der Insel Timor der bedeutendste Fang.getrieben, wird, bis nachNeu-holland und Neuseeland, nicht weniger mitten durch den Ocean, bei denMarguesas und Gallopagos, auf der Westküste Amerikas, von Kalifornienbis über die südlichste Spitze hinaus, tief in die Südsee hinein; endlichauch an der Ostküste Amerikas, bei Brasilien und der Insel St. Katharina.Er erreicht eine Länge von soFuß und eine Dicke von zo Fuß. Der Kopfbeträgt fast s der Körperlänqe, ist sehr dick und viereckig. Der Rachenklein. Der Kopf ivird vom Körper geschieden durch eine Querfurche. DerKörper von den Flossen bis zum After walzenförmig, von da an sich ver-schmälernd. Farbe schwarz. Bauch bei den Alten weißlich. Bey dem lll>7-reler Trumpo ist der Kovf unförmlich groß, länglich und macht fast dieHälfte der ganzen Körperlänge aus. Der Rachen ist groß. Das Fleischist sehr hart, grobfaserig. Die Nasenöffnungen sind, wie bei den Cetaceenüberhaupt, in Spritzröhren ausgedehnt. Eine besondere Wichtigkeit habendie Wallrathbehälter, welche sich hauptsächlich in einer großen, muldenför-migen Aushöhlung derwbern Fläche des Schädels finden. Entfernt man dieäußere Haut des Kopfes, so stößt man zunächst auf eine 4— 5 Zoll hoheSpecklage, welche eine dicke, feste, sehnige Masse bedeckt, nach deren Weg-nahme man auf eine zweite, handhohe Sehnenausbreitung gelangt, dievon der Schnauze bis zum Nacken sich erstreckt. Entfernt man dieselbe, sokommt man aufzellige, von ihr selbst durch zahlreiche, perpendiculäre Fort-sätze gebildete Räume, welche die ganze Oberfläche des Kopfes bedecken,und eine ölige, helle, weiße Flüssigkeit (flüssigen Wallratb) enthalten. Unterdieser Wallrath enthaltenden Aellschicht (erste Kammer, Klappmütze) liegteine zweite, die nach der Größe des Thieres 4 — 7z Fuß dick ist. DieWallrathbehälter werden in der Nasengegend schmaler, und gegen das Hin-tertheil des Kopfes breiter. Die Kammern hängen durch Oeffnungen miteinander zusammen. Außer diesen großen Wallrathzellen, die oft: oer soCentner Wallrath liefern solle», läuft noch nach Anders»n cin mitWallrath gefüllter Behälter (Gefäß, Ader) vom Kopfe zum Schwänze;am Kopfe soll er den Umfang eines Schenkels, am Schwänze nur den einesFingers haben. Selbst aber auch im Fleische, besonders im Fette, findensich zerstreute Säckche», die Wallrath enthalten. Den reinsten Wallrathtrifft man nach H unter in den engsten und dünnsten ligamentösen
Der flüssige Wallrath wird auch von dem Uflg-reter». OLtoflon pol)-c)-pku! gewonnen.
Der flüssige Wallrath erhält sich, so lange das Thier warm bleibt,