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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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2 ) Lbina Husmsües. Braune China.

Die Hnamalieschina ist sehr wahrscheinlich entweder gleichzeitig mitder Huanuco am Ende des vorigen, oder doch nur wenig später zu Ärufang'des jetzigen Jahrhunderts in den Handel gekommen, woher sie auchnoch jetzt in Spanien mit der Huanuco hiusichts der Namen verwechseltwird.

Die Abstammung der Huamalies ist bis jetzt unbekannt.

Auch diese Sorte bildet feine, mittlere und dicke Röhren bSti Z Linienbis anderthalb Zoll Durchmesser. Die Dicke der Rinde ist eine halbe bisvier Linien, ihre Länge 5ik Joll. Röhren von iv15 Zoll Längekommen häufig vor. Die dicken Röhren sind bisweilen der Länge nach zer-brochen , und bilden dann beinahe flache Stücke.

Gewöhnlich sind bei der Huamalies Oberhaut, Rinde, Bast und Splintvorhanden; einzelne Stucke finden sich indessen auch, wo die Oberhaut oderdie ganze Borke stellenweise fehlen. Man trifft wohl auch dicke Röhren all,die allein aus Borke bestehen. Bei dieser China ist oft der Bast sehr kennt-lich , so daß er sich nach dem Einweichen der Rinde als ein faseriges, zä-hes Gewebe von der eigentlichen Rinde trennen läßt. Bei keiner andernSorte kommt der Bast von solcher Stärke vor. Die zerbrechliche, auffal-lend weiche, mehr schwammige als korkartige Borke hat oft nur eine geringeDicke, nämlich bei feinen und Mittelröhren kaum z, bei dicken Röhren Loder r, her Dicke des Splints.

Die seinen und Mittelröhren sind grvßtentheils der Länge nach wellen-förmig gerunzelt, doch kommen auch solche vor, die beinahe glatt und nurhin und wieder mit Warzen besetzt sind. Diese Warzen finden sich nichtauf allen feinen Röhren, hingegen an den mittlern und dicken Röhren sohäufig, daß sie die wellenförmigen Runzeln stellenweise, ja bisweilen dieganze Fläche völlig bedecken. Diese bald rundlichen bald länglichen Warzengehen größtenteils auf den Splint, und die Stellen, wo sie gesessen haben,sind dann als ungleiche Vertiefungen leicht zu erkennen. Die Oberfläche desSplints sieht daher, wenn man die Borke ganz ablöst, immer sehr unebenaus. Querrisse finden sich bei der Huamalies nur selten, und auch dannfast nur auf dicken Röhren.

Die Farbe der feinen und Mittelröhren erscheint, wenn die Oberhautdurch die Warzen nicht zerstört wurde, rehgrau ins Rostbraune übergehend,bei den dicken Röhren zwischen kastanienbraun und leberbrauu. Die Stel-len, wo die Warzen oder die Oberhaut abgerieben sind, haben eine oftziemlich gesättigte Ocherfarbe. Die nur sehr zartfaserig gestreifte Unrerflächeist ziemlich eben, hin und wieder sogar fast glatt, bei einzelnen Röhren je-doch auch etwas splittrig. Ist der Splint nicht vorhanden, so ist der Bastsehr fahrig. Die Farbe der Unterfläche ist mehr oder weniger gesätngkrostbraun, zuweilen mit etwas Roth verbunden; zuweilen hat sie auch einschmutzig zimmtbraunes Ansetzn. Ist aber die Unrerfläche faserig oder splitt-rig, so hat sie fast immer eine kräftig ochergelbe Farbe.

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