Oliina
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Bei dem Läugenbruche, der bald eben, bald uneben, bald splittrigäst, noch mehr aber bei einem scharfen Schnitte, erkennt man die ver-hältnißmäßig geringe Dicke der Rinde und die starken Eindrücke derWarzen auf dem Splinte. Der Querbruch ist bei feinen Röhren ofteben, oft aber auch, soweit es den Splint betrifft, etwas faserig. Daßder Splint nach der Oberflache hin einiges Harz enthält, zeigt ein schar-fer Querschnitt, wo dieses Harz gewöhnlich als ein schwacher, dunklerals der übrige Theil gefärbter Ring erscheint.
Der Geruch der Rinde ist schwach chinaartig, angenehm; der Ge-schmack vorübergehend gewürzhast, dann etwas bitter, wenig zusammen-ziehend , nicht reizend. Das Pulver hat eine gesättigte Zimmtfarbe.
Auf der Huamalies kommen folgende Flechten vor: Opegrspfla e»l«.rolencs; OrapUir änplicala; Verrucsria pbaes; ?orina papillsl»; ?/-renn!» äiicolor, mscloiäea und veri-ucsrioiäsz; Oecanors xumces;U^rmslis irislsnolsucs und älsnea klori'äa ö Linsklonse.
Die Huamalies kommt nur in Kisten von verschiedener Größe, niein Seronen zu uns. Diese Kisten enthalten, wenn sie aus dem Landeselbst kommen, immer unausgesuchte oder die sogenannte naturelle Waa,re. Deren findet man indessen wenig, weil sie gewöhnlich nach der Fein-heit ihrer Röhren sortirt wird. Die Kisten mit natureller Huamaliesenthalten gewöhnlich ris bis 125 Pfund netto, die sortirten 1 Z 5 bis150 Pfund.
z) 6kins Ooxs. Kronchina. Huina äs I.oxa; Huina äsLorona; fina ä« kärltu^inga.
Seitdem Humboldt die Identität seiner 6>nchona Lonäsminsa mitder von La C 0 ndamine beschriebenen Species erwiesen hatte, wurdediese von den meisten Schriftstellern als die Mutterpflanze der Kronchina oderOaLcarillL fina äs käriturlnßs angenommen. Auch Hayne trat dieserMeinung bei, machte aber einen Unterschied zwischen der eigentlichen vri-luring» und der Lk.ins Ooxs des Handels, Jene verblieb der (l. Lonäa-lninea, die Lorachina leitete er dagegen von 6. rorobioulata ttuinb. ab,weil es nicht möglich sey, daß die im Handel vorkommende Masse vonKronchina von einem Baume abstammen könne, welchen Humboldt alsso sparsam vorkommend beschrieben hat. V. Bergen ist aber der Mei-nung, daß nicht nur die sogenannte läritufing», sondern auch ein großerTheil der als Kronchina oder LUins Ooxa im Handel vorkommen-den Fieberrinde von der 6. Oonäsminea lluml,. abstamme, denn früherwurden nur die feinsten Röhren für den spanischen Hof bestimmt, die beiweitem größere Menge in mittlern und dicken Röhren sey in den Handelgebracht; jetzt aber könne man wohl annehmen, daß seit den Jahren, näm-lich von 1779, wo diese Chinabäume in so großer Menge, nämlich oft ineinem Jahre 25,000, umgehauen worden, aus den Wurzeln derselben ein:Menge ertragsfähiger Bäume wieder erwachsen seyn können. Doch sey hiernur von einem großen Theile der Lorachina die Rede, und es wird nicht in