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selten abgerieben; Mohren ohne alle Vorke kommen gar nicht vor. Eineeigentliche vorherrschende Farbe läßt sich nicht angeben, weil die Ober-haut sehr selten rein erscheint, sondern gewöhnlich durch die auf dieserFieberrinde häufig vorkommenden Flechten ein scheckiges Ansehn erhält.Im Allgemeinen wechselt die Farbe zwischen Milchweiß und Aschgrau,hin und wieder fällt sie aber auch ins Nehgraue und Schwärzliche, undwird auch in dieser Hinsicht der ächten Lora oft ähnlich genug.
Die Unterfläche ist in der Siegel uneben, faserig oder splittrig, dasSplittrige nimmt gewöhnlich mit der Dicke der Röhren zu. Die Farbeder Unterseite ist fast durchgängig mehr rostbraun als zimmtbraun, undändert, im Allgemeinen genommen, nur wenig ab. Gewöhnlich ist sieauch ziemlich rein, selten bestäubt; einzelne Stücke sind mit einemschwachen Purpurschimmer überzogen; bei noch andern hat die rostbrauneFarbe ein mattes oder verblichenes Ansehn.
Der Längenbruch ist im Allgemeinen etwas splittrig, nur bei ein-zelnen ziemlich eben. Der Querbruch ist nur bei einzelnen feinen Röh-ren eben, gewöhnlich faserig und zugleich etwas splittrig. Ein scharferQuerschnitt zeigt ziemlich häufig, daß es dieser Sorte nicht ganz anHarz fehle, doch ist sie nicht reich daran.
Der Geruch ist durchdringend lohartig, der Geschmack anfangs etwassäuerlich, nachher stark und anhaltend zusammenziehend; etwas bitter,nicht reizend.
Das Pulver ist matt zimmtbraun.
Diese Chinasorte kommt in Kisten von 100 bis iso Pfund, seit eini-ger Zeit auch häufig in Seronen von etwa 80 bis 1 W Pfund netto vor.
Von allen Chinasorten ist diese am meisten mit Flechten besetzt, oftganz damit überzogen. Es finden sich auf ihr: Opegrspsis rcspbells;Oroplilr eculptursta; ?arinÄ grsnoIniL; Ibelolrems terebrslnin ;?^rennls verrue->rioiäe5; Oeosnorn puniceg und iniculstn; ?srinelianislenoleuen; 8 i>'oin »urslo und Unise üoricks tz Linclionse. Dieseletztere kommt so häufig vor, daß oft einzelne Röhren fast ganz damitbesetzt sind.
61 -ina. Kdnigsrinde. Königschinarinde.
blinalron-, sn^ustilolia klttir ssu OirlcIrons IanoifolialVlutis ?Ein auf den Bergrücken Südamerikas wild wachsender Baum.
Die Rinde in fast flachen oder gewölbten, gemeiniglich nichtzusammengerollten Stücken, 2 — 4 Linien dick, mit mehlarti-ger, weißer, daher sich abtrennender Oberhaut, mit häufigenQuerrissen, einer ziemlich dicken, außen braunen, innen rostfar-benen äußeren, und einer dickeren, faserigen, rothen, hinein-wärts ins Gelbe übergehenden inneren Rindenlage, einer öftersgelbrothen Unterfläche. Die sogenannte Calisayachina, mit ei-