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men Bitter beladen war. Nach Verdunstung des Aethers blieb einschmutzig brauner Rückstand von weicher Beschaffenheit, dem siedendenWasser und verdünnten Säuren weder Farbe noch Geschmack mittheilend,und als ein eigenthümliches bitteres Weichharz sich verhaltend. Das nachdieser Behandlung mit Aether verbliebene rothbraune Pulver hatte allevon P. und C. angegebenen Eigenschaften. Diesem Hartharze, welchesin der Wärme zu großem und kleinern Massen zusammenschmolz, kommtdie Eigenschaft zu, den Brechweinstein zu fällen, wenn seine geistigeAuflösung niit einer Auflösung desselben versetzt wird.
4) Einen in Wasser auflöslichen rothen Farbestoff(eigen-thümlichen Gerbestoff). Die mit den auflöslichen Grundstoffen der harzar-tigen Materie beladene braunrothe Flüssigkeit, welche von dem Hartharzegetrennt worden, war von angenehm bitterm, säuerlich zusammenziehendemGeschmacke, dumpfig aromatischem Gerüche, und röthete das Lackmuspapier.Sie wurde mit den gesäuerten Auszügen zusammengegossen und bis auf;verdunstet, wobei sich der eigenthümliche aromatische Chinageruch entwickelte,und beim Erkalten eine Trübung und ein Bodensatz von dem rothen Hart-harze entstand. Die Flüssigkeit schlug den thierischen Leim, die Galläpfel-tinctur und den Brechweinstein nieder. Sie wurde mit Bittererde gekocht,wobei sie die rothe Farbe ganz verliert, und außer dem Maloid auch derFarbestoff abgeschieden wird. Die von der Magnesia abfiltrirte Flüssigkeitverhielt sich jetzt gegen die drei Reagentien indifferent (Gallusdecoct windekaum getrübtj, und war von goldgelber Farbe. Die blaßroth gefärbte Ma-gnesia wurde mit destillirtem Wasser ausgewaschen und getrocknet. Mitstarkem Alkohol wiederholt in der Wärme behandelt, wurden Auszüge vonangenehm rein bitterm Geschmacke, das Alkalvid enthaltend, erhalten; dieBittererde aber blieb mit dem rothen auflöslichen Farbestoffe (Gerbestoff),und mit unauflöslichem Farbestoffe (Hartharz) verbunden zurück. ErstereVerbindung wird von verdünnter Essigsäure leicht aufgenommen, und esbleibt eine blaßrothe Substanz zurück, welche von concentrirter Essigsäureaufgelöst, aus dieser aber durch Wasser niedergeschlagen wird, welcher Nie-derschlag vorzüglich aus dem unauflöslichen rothen Farbestoffe besteht, Umden auflöslichen Farbestoff, den wahren Gerbestoff der Rinde, zu erhalten,wird die essigsaure Auflösung so lange mit Bleiessig versetzt, als noch einNiederschlag entsteht, das entstandene Blei-Tannat getrennt, mit großenQuantitäten Wasser ausgewaschen, in Wasser zertheilt und durch Schwestl-wasserstoffgas zersetzt. Die von dem entstandenen Schwefelblei abfiltrirteFlüssigkeit ist von rothbrguuer Farbe, röthet das Lackmuspapier, und giebt»ach dem Abdampfen einen rothen Rückstand, der besonders aus der brau-nen China im Wesentlichen mit dem Gerbestoff des Catechu und Kino über-einstimmte, aber noch ein wenig Essigsäure zurückhielt. Er schlägt daöschwefel - und salzsaure Eisen dunkelgrün nieder, und erzeugt in der Leim-und Stärkemehlauflösung Niederschlüge. Pelletier und Caventouschreiben ihm auch die Eigenschaft zu, den Brechweinstein zufallen, Pfau