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ist aber der Meinung, daß er dieselbe nur einem damit verbundenen Ant!,eilevon Hartharze verdanke. P. und C., welche ini Allgemeinen die verschie-denen Gerbestoffe des Pflanzenreichs als zusammengesetzte und veränderlicheSubstanzen, entsprungen aus der Vereinigung einer vegetabilischen Ma-terie und einer Säure, ansehen, halten, wie mir es scheint, mit Recht denChinagerbestvff nur für eine natürliche Abänderung des Chinaroths <Hart-harzes), da der Unterschied zwischen beiden Materien hauptsächlich in demGrade der Auflvslichkeit besteht, und auehBerzelius (Lehrb. der Che-mie III. S.59U.) erklärt das Chinarvth für den durch den Sauerstoff derLuft unauflöslich gewordenen Chinagcrbestoff, indem die Auflösung desselbenleicht Sauerstoff absvrbirt, dunkler und nach und nach rothbraun wird.
siGelbe färbendeSubstanz. Die von der Magnesia absiltrirteFlüssigkeit und die Abwaschwaffer werden zur klaren Syrupsconsistenz ver-dunstet ; mehrere Tage sich selbst übsrlasseri, gesteht dqs Ganze zu einemkörnigen Magma. Wenn man dieses Magma mit sehr starkem Alkohol be-handelt, so erhalt man ein beinahe weißes Salz fast ohne Bitterkeit. Derin Alkohol und in Wasser gleich guflösliche gelbfärbende Grundstoff, der dasSalz begleitete, bleibt nebst dem durch die Aussüßwasser der Bittererdeetwa entzogenen Alkaloid in Weingeiste ausgelöst. Verdunstet man die alko-holische Tinctur zur Trockne, behandelt den Rückstand mit Aether, undüberläßt denselben einem langsamen Verdunsten in einem Gefäße mit sehrenger Oeffnung, so schlägt sich der größte Theil des Alkaloids nieder, wäh-rend der noch nicht verdunstete Aether die gelbe Materie zurückhält. Diesehat keinen ausgezeichneten Geschmack, ist auflöslich in Wasser, Alkohol, selbstAether, wird von dpm essigsauren Blei niedergeschlagen, und schlägt wederden Leim,npch den Brechweinstein,noch denGglläpfelaufguß nieder. Bucholzerhielt nur einen Antheil von Hartharz mit noch etwas Cinchonin verbunden.
6) Chinasäure. Das weiße Salz, welches von dem Magmg durchden Alkohol nicht ausgelost worden war, in Wasser aufföslich und schwerzu krystallisiren, von frischem wenig bittern; Geschmacke ist, besteht ausMagnesia und Chinasäure, die von Vauqnelin in der China entdecktworden, wo sie an Kalk gebunden ist. Nach Bucholz war auch etwassalzsaure Magnesia vorhanden. Um die Chinasäure von der Magnesia z»scheiden, wird das Salz mit Kalk zersetzt, die Flüssigkeit filtrirt, der über-schüssige Kalk durch Kohlensäure entfernt, verdunstet und zum Krystallisirenhingestellt. Das erhaltene Salz, chingsaurer Kalk, wird durch ein richtigesVerhältniß von Oralsäure zersetzt, und dann durch Verdunsten der von demvralsauren Kalke geschiedenen Flüssigkeit die Chinasäure erhalten. Da esaber äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich ist, das richtige Verhältnißvon Oralsäure zu treffen, so verfährt man zur Darstellung der Chinasäurezweckmäßiger auf folgende Weise (Berzelius Chem, M. S. LtS.): DieChinarinde wird mit kaltem Wasser ausgezogen, und die Auszüge werdenzur Ertractdicke verdampft. Dieses wird mit Alkohol übergössen, welchereine braune zähe Materie ungelöst läßt, die mau mit Alkohol wohl abwäscht.