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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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'Wächst auf waldigen Hügeln in China und Cochinchina, auch in Ja-pan an unbebauten Orten zwischen Farrnkräutern. Aus einer holzigen,knolligen, festen, unförmlichen Wurzel mit einzelnen langen Wurzelfasernerhebt sich ein strauchartiger, rankender, stielrunder, ästiger, gegliederter,am Grunde stachliger, sonst glatter Stengel mit abwechselnd stehendenBlättern. Die untern Blätter sind fast Nieren-herzförmig und an demGrunde des Blattstiels mit zwei zum Theil mit demselben verwachsenenNebenblättern, die sich in eine Ranke l--irrku-) endigen, versehen. Dieobern Blätter verlieren die Herzform an der Basis, und erscheinen mehrrundlich-eiförmig mit einer Zuspitzung an beiden Suden; die Nebenblättersind hier ohne Ranken. Bei den Blättern, aus deren Winkeln sich Aesteentwickeln, schlägt oft die Fläche ( 1 -müna) des Blattes fehl> so daß mannur einen kahnförmig gefalteten Blattstiel mit zwei in Ranken auslaufen-den Nebenblättern und einem Rudiment der Blattfläche zwischen den beidenRanken bemerkt. Die diocischen Blüthen stehen in gestielten einfachen Dol-den in den Blattwinkekn. Die Früchte sind runde, rothe, glatte, kirschen-große Beeren nlit 4-6 halbmondförmigen schwarzen Eaamen. Die Chi-nawurzel kommt in unregelmäßigen, knotigen, länglichen, weniger als faust-dicken, zuweilen flach zusammengedrückten Stücken vor, die sich durch Härteund Schwere auszeichnen; die äußere Farbe ist röthlichbraun, bald dunkler,bald Heller; auf dem Bruche ist sie braun, hvrnartig - glänzend, sehr dicht,woran man die gute ächte Wurzel vorzugsweise erkennt. Es kommt näm-lich häufig im Handel auch eine unächte Chinawurzel vor, die in Südame-rika von limilax p-euäoM-ns und andern Arten dieser Gattung mit knoti-ger Wurzel gesammelt wird, die sich aber durch eine blaffe röthlichgraueFarbe, Leichtigkeit und schwammiges Anseht! im Innern unterscheidet. DieChinawurzel hat einen schwachen mehligen Geschmack; sie enthält viel Stär-kemehl, Gummi und einest rothen in Wasser auflöslichen Farbestoff. Sieist sehr dem Wurmfraße unterworfen, und um dieses zu verdecken, soll mairdie Löcher mit Bolus, ja sogar mit Bleiglätte ausfüllen- Die Wurzel istvormals gegen venerische Krankheiten und Pvdagra berühmt gewesen, jetztist sie außer Gebrauch, und wird nur noch selten mit anderen schweißtrei-benden Mitteln in der Abkochung verordnet.

6ItIovuM Oslearisej. 6I>I'»i'c;Ui»i 6»Iosll'!A6. Oklori»eslcious. tlAlosrisi clrlorinioK- Chlorkalk-Wird in chemischen Fabriken aus gebrannteni Kalk undChlorga^ bereitet.

Ein gröbliches weißes Pulver , stark nckch Chlorgas riechend.

Des bessern Verständnisses wegen wird dieses chemische Präparatim s. Th. erörtert werden.