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ten an, nämlich den levantischeu und den barbarischen, und bemerkt, daßvon den Droguisten die ältern braun gewordenen Wurmblüthen alsvstmdi-scher, und die frischen, noch grünlichen, des Unterschiedes des Preises we-gen, als barbarischer Zittwerfaameu verkauft würden. Von den Alten sindnach seiner Meinung die Blüthen von jucksic» undA. inculw als 8s-men Ssntonicum angewandt worden- Der barbarische Wurmsaamen istweit schwächer an Gerüche und Geschmacke, (Dierbach über die offfcim!-len Artemisien in Geiger's Magazin. März 1827.)
Bisweilen werden dem Wurmsaamen die Blumen von einheimischenBeifußarten, und besonders von dem Feldbeifuß (et. camperlris und espslmsts I..) untergeschoben, oder auch von dem Rainfarn,. Sie sind aberleicht von dem Wurmsaamen nach den angegebenen Kennzeichen zu unter-scheiden, besonders durch den eigenthümlichen Geruch und Geschmack.
Die unter dem Namen Lemen Lina«- lev-mticum im Handel vorgekom-menen Dvldenfrüchte, dieBatka (Geiger's Magazin. Januar 1827.) be-schrieben hat, sind nach Dierbach's Dafürhalten (ebend. Novbr. M7.)die in vorigen Zeiten gebräuchlich gewesenen 8emin» (von l-i-
ßurtioum 2t)swsin Uoxb-),
Eine sehr sorgfältige chemische Analyse des Wurmsaamens verdankenwir Hrn. Pros. Trommsdorff (N. I. III. i. S. sog.).
Durch Destillation mit Wasser wurde ein ätherisches Oel erhalten, wel-ches weiß, mS Gelbliche spielend, von höchst durchdringendem Gerüche, wieder Saamen, aber mehr camxherartig ist, von scharf bitterlichem Geschmacke,anfangs erwärmend, hintennach eine kühlende Empfindung zurücklassend.Es ist leichter als Wasser, ungemein fluchtig, in Acther und Alkohol leichtlöslich, auch lösten 2 Unzen Wasser einen TropfemOel vollkommen auf.
Alkohol von 95 Procent zog eine grüngelbe, stark riechende und mdrizbitter schmeckende Tinctur aus, welche nach dem Abziehen und VerdunstendeS Alkohols eine weiche, schmierige, schwarzgrüne Masse zurückließ, dienicht weiter austrocknete. Sie wurde daher mit destillirtem Wasser gekocht,wobei die Masse ganz flüssig wurde, der harzige Theil sich wie ein sckM-ches Oel absonderte, das auf dem Boden liegen blieb, und das Wasser sichgrünlichgelb färbte. Das Harz war dunkel grüngelb, an den Kanten undin kleinen Fäden durchsichtig, spröde, leicht zerreiblich, von etwas scharfem,aber nicht kratzendem, dem Saamen ganz ähnlichem Geschmacke, in absolu-tem Aerher, Alkohol, Aetzkalilauge, Aetzammoniak, Rosmarinöle und Mfermünzöle auflöslich, in Terpenthinöl und Olivenöl unauflöslich. Dievon dem Wasser aus dem geistigen Ertract aufgenommene Substanz warnach dem Verdampfen der wäßrigen Theile dunkelgelb, erwas ins Grünlichespielend, geruchlos, von kratzendem, bitterm, etwas salzigem Geschmacke,zog aus der Luft Feuchtigkeit an, war in Aethcr unauflöslich, in Alkoholund Wasser auflöslich, wurde von essigsaurem Blei, salpeters. Quecksilb«-vrydul und salzs. Zinn niedergeschlagen; salzs. Eisen erzeugte eine graugrüne,grünes schwefelsaures Eisenorydul eine schmutzig lauchgrüne Trübung.