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OinnsbAris
nannt, durch Kalk ras, einen Athenienser, sgo I. v. Chr. erfundenworden seyn. In der Folge fand man ihn sehr häufig in der Erde(natürlicher Zinnober, Bergzinnober, 6innakLrir nstiva), und benutzteihn zur Mscheidung des Quecksilbers.
Der natürliche Zinnober kommt sehr häufig vor, hauptsächlich in deinvormaligen Herzogthum Zweibrücken, zu Almaden in Spanien, zu Zdriain Friaul, zu Guenca-Velica in Peru u. s. w. Zuweilen ist er in re-gelmäßigen sechsseitigen Säulen krystallisirt, sonst auch faserig und staub-artig, häufiger in unförmlichen, mehr oder weniger unreinen dunkelro-then Massen. Da er sehr selten rein ist, so darf er nicht zum medicinische»Gebrauche angewendet werden, indem er oft Arsenik, Wismuth und meh-rere andere Metalle enthält; er wird nur zur Ausscheidung des Quecksilbersbenutzt. Bisweilen findet man jedoch auch den natürlichen Zinnober meiner außerordentlichen Schönheit; so wird zu Almaden in Spanien derkrpstallisirte reine Zinnober für sich eingesammelt, um als Malerfarbe au«gewandt zu werden, und er ist von Siegellakfabrikanten besonders gesucht.
Der künstliche Zinnober wird folgendermaßen bereitet. 4 Theile Schwe-fel werden in einem irdenen unglasirten Geschirre geschmolzen, und dazuunter stetem Umrühren und in kleinen Portionen 25 Theile vorher in einemSchmelztiegel oder eisernen Löffel stark erwärmtes Quecksilber zugegossen.Beide verbinden sich unter Wärmeentwickelung, und die Masse entzündetsich, wobei man sie, um den Zutritt der Luft abzuhalten, mit einem bereitgehaltenen Deckel bedecken muß. Diese Entzündung muß aber abgewartetwerden, weil sie sonst bei der Sublimation unter heftiger Erplosion undZerschmetterung der Gefäße erfolgen würde. Man erhält dann eine schwarzenicht metallische Masse, die man, um den etwa überflüssig darin enthal-tenen Schwefel abzuscheiden, zum feinen Pulver reibt, und in einer Thee-tasse auf einer Sandkapelle erhitzt, wobei der mit dem Quecksilber nichtverbundene Schwefel abdampft. Das erhaltene schwarze Pulver wird dar-auf in einen kleinen gläsernen Kolben eingelegt, dessen Hals nur unvollkom-men verschlossen ist, und bei der Glühhitze tu einem Tiegelbade subliniirt.Doch muß die Flamme nicht an den obern Theil des Kolbens schlagen, weilsonst das Sublimat sich völlig verflüchtigen, auch wohl das Glas eineSchmelzung erleiden könnte. Dies kann man dadurch vermeiden, daß manvorher auf den Rand des Tiegels entweder platte Ziegelstücke oder Scher-ben so auskittet, daß dieselben nicht nur den Raum zwischen dem Kolbenund dem Tiegelrande bedecken, sondern auch nach Verhältniß der Größe desTiegels ein iz —3" breites, kreisförmiges Dach außerhalb des Tiegelsbilden, woran die Flamme sich bricht, und zugleich von dem obern ausdem Tiegel hervorragenden Theile des Kolbens entfernt wird. DieKohlendürfen nicht ganz bis an den Rand des Tiegels reichen. Während der Sub-limation hat man darauf zu sehen, daß der Hals des Kolbens von dem sichanhäufenden Zinnober nicht völlig verstopft werde, indem man von Zeit zuZeit mit einem vorher erwärmten eisernen Stäbe die Oeffnung untersucht.