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61tru8 Mkäic:». Die Früchte. Citronen.* 6itr-us. Die Schale. Citronenschale.
OltruL myijios I^inn.
Litrur ineäicA IJnn. Gemeine Citrone.
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. I. Taf. 8.
8^st. sexual. LI. XVlll. Orck. ;. ?sI)-LÜeIpi>iÄ Icoranäris.
Orck. nslursl, ^urantirceso.
In den ältesten Zeit?» hieß die Citrone der medische Apfel, späterder assyrische Apfel, und zuletzt Kitrion, woraus Citrone gemacht «-den ist. Au den Aeiten desPlinius konnte man in Italien denMro-uenbaum noch nicht im freien Felde ziehen, ja er gedieh damals kaumbei der sorgfältigsten Wartung in Kästen, in denen man ihn aus seinemDaterlande kommen ließ. Hundert Jahre nachPlinius, zu den Zeitendes Palladius, wuchs er schon auf freiem Felde um Neapel und inSardinien, allein die Frucht war noch nicht so veredelt, daß sie auchhätte können gegessen werden. Erst abermals hundert Jahre später, zuden Zeiten des Athen äus, war die Citrone eßbar geworden.
Der Citronenbaum wächst ursprünglich vorzüglich in Medien, Ber-sten und Assyrien, ist jetzt aber auch in der Barbarei, Sicilien, Portu-gal , Spanien und im südlichen Frankreich angebaut. Bei uns erreichter in den Gewächshäusern nur eine mittelmäßige Größe, in seinem Va-terlande hingegen und im wilden Zustande soll er sich zuweilen zu einerHöhe von 60 Fuß erheben. Seine Wurzeln sind stark und ästig, innm-dig weiß, und äußerlich mit einer gelblichen Rinde bedeckt. Der Stammist aufrecht, die Rinde desselben von blaßgrüner Farbe, das Holz Mißund sehr hart. Die Aeste sind zahlreich, lang, ausgebreitet, zurückgebo-gen, und gewöhnlich mit kleinen Dornen versehen. Die immergrünen,kurz und gleich breit gestielten Blätter sind abwechselnd, steif, oval-lan-cettförmig, glatt, glänzend und von bleichgrüner Farbe. Die Blume»sind weiß, bisweilen auswendig röthlich, sehr wohlriechend. Der Kelchist einblättrig, sünfzakmig; die Krone hat fünf Blumenblätter, meisteutheils20 Staubfäden unter sich in mehrere oder wenigere Bündel verwachsen.
Die Frucht ist eine längliche, oben und unten zugespitzte Beere, miteiner fleischigen, runzligen, blaßgelben Rinde bedeckt, und durch häutigeZwischenwände in 9 und oft mehr Fächer abgetheilt, von denen jedes Mfast eirunde harthäutige am innern Winkel angeheftete Saamen enthält,übrigens aber mit einem säuerlichen, in Zellen enthaltenen Safte erfülltist. Sowie diese Früchte, Citronen «Homs Litri), welche vor ihrer völli-gen Reife abgenommen worden sind, zu uns kommen, sind sie mit einermehr oder weniger dicken hellgelben Schale bekleidet, die durch unzählige
kleine, mit dem ätherischen Oele angefüllte Behältnisse uneben und höckerig,
innerlich aber weiß, schwammig und geschmacklos ist. Diese Schale schließt