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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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349
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ein saures, aus vielen kleinen Saftblaschen bestebmdes Fleisch in sich. Diedünnschaligen von Messina kommenden, welche sastreicher sind, verdienen vorden dickschaligen aus Genua, St. Remv rc. kommenden den Vorzug.

Die im Handel vorkortniienden Citronenschalen (Lorilcer 6 iw>) sind diegetrockneten Schalen dieser Früchte. Sie sehen jetzt dunkelbräunlich-gelbaus, sind inwendig noch mit dem weißen markigen Theile versehen, vonangenehmem Gerüche, der jedoch geringer ist als im frischen Zustande, undvon bitterlichem, balsamisch erwärmendem Geschmacke. Wenn sie zum me-diciuischeu Gebrauche gezogen werden sollen, was jedoch selten der Fall ist, ,so müssen sie, wie die Pomeranzenschalen, von dem kraftlosen Marke be-freit werden, und geben dann das Gelbe der Citronenschalen (k'lLveäo 6 or-ticum Lliri), wobei man darauf zu achten hat, daß die Schalen nichtschwarzgefleckt, wurmstichig und veraltet sind. Die Wirksamkeit derselbenscheint vom ätherischen Oele abzuhängen. Wasser und Weingeist ziehen un-gefähr gleich viel Ertract von gelbbrauner Farbe aus, nämlich aus einerUnze des von dem schwammigen Marke soviel als möglich befreiten Gelbenzwei Quentchen.

Von diesem Baume hat man durch Cultur viele Varietäten erhalten,welche sich durch die Gestalt, den Geruch und Geschmack der Früchte, undzuweilen auch durch die Form der Blätter von einander unterscheiden. DieLimonien sind kleiner, länglicher, haben eine dünnere Schale, und ein saf-tiges, mehr saures Fleisch; sie werden, nachdem sie 40 Tage hindurch mitSeewasser übergössen gehalten worden, eingesalzen verschickt. Auch der Saftderselben, der ungleich saurer als der Citrouensast ist, wird unter dem Na-men Limoniensaft aus Indien gebracht. Die Citronaten haben ein festes,süßes, eßbares Fleisch, Wenn diese zerschnitten und unter gehörigen Hand-griffen mit Zucker eingemacht worden, so geben sie den sogenannten grünenCitronat oder Sukade (Loniectio LLrni5 Litri, iiuccsls, Litroriata), derinwendig klar und durchsichtig, oben mit einer dunkelgrünen Rinde, un-ten mit einer Kruste von candisirtem Zucker bedeckt, trocken und ohne alleschwarze Flecken seyn muß. Er wird von Italien und dem südlichen Frank-reich verschickt.

Eine andere Varietät giebt nach Hrn. Ni sso (Geiger's Magazin.

Mai 1825 . S. 119.) Früchte von 8 Kilogrammen. Eben daselbst findetman auch die verschiedenen officinellen Arten der Gattung Litrur vonHrn. Pros. Dierbach abgehandelt.

6itl'U8. Der Saft. Citrouensaft.

Wird im südlichen Europa aus den Früchten von Litrus me-clios Qinn. durchs Auspressen bereitet.

Eine gelbliche Flüssigkeit, von angenehm saurem Geschmackeund Gerüche, größtentheils Citroneusäure enthaltend. Er se»rein, nicht mit andern Säuren verfälscht, und wenigstens so