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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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in dem im natürlichen Systeme der China so nahe stehenden Kaffee nacheinem ähnlichen Alkaloid. Von Robiquet ist keine besondere Abhand-lung erschienen, und seiner Arbeit ist nur im vimlonnsli-e äe m^-leclne er-wähnt. Pelletier und Lavent 0 n (Geiger's Magazin. Juli 1 826 . S.66 .; Verl.Jahrb. XXVIll. L. S. 75 - u. Trvmmsd. N. I. Xlll. 2. S. 124.)stellten gleichzeitig das Coffem dar, wobei folgendes Verfahren beobachte^wurde. Die nicht gerösteten Kaffeebohnen werden mit Alkohol ausgezogen,die geistigen Auszüge verdampft, das Ertract mit Wasser ausgezogen, mitgebrannter Magnesia erhitzt, aus dieser das Coffem mit vielem Wasser wiederausgewaschen, wieder verdunstet, wobei besonders gegen das Ende die Warmesehr gelind seyn muß, dasErtract nun mit Alkohol ausgezogen, welcherdas Coffem ohne die grimmigen rc. Theile aufnimmt, und woraus, nachdemdie Auflösung durch gereinigte thierische Kohle filtrirt worden, es krystalli-nischerhalten werden kann. Da das Coffem nicht, wie sie früher glaubten,alkalische Eigenschaften zeigt, so begünstigt hier die Magnesia die Arbeit nurdurch ihre Affinität zum färbenden Stoffe. Garrot (Geiget's Magazinund Trommsd. N. I. ebend.) wendet das schon von R unge befolgte Ver-fahren an; er ertrahirt nämlich den zerkleinerten Kaffee zweimal mit ko-chendem Wasser, präcipitirt mit neutralem essigsaurem Bleioxyd, entferntdas überschüssige aus der filtrirten Flüssigkeit durch Hydrothiongas, sättigtdie Säure mit Ammoniak, concentrirt die Flüssigkeit durch Abdämpfen, wor-auf das Coffem herauskrystallisirt, und durch Umkrystallisiren gereinigt wird.

Aus concentrirten Lösungen kkystallisirt das Coffem in weißen, sei-denartigen , biegsamen undurchsichtigen Nadeln; es ist in kaltem Wasserwenig, bedeutend in kochendem, auch in Alkohol auflöslich, in Säurenlöst es sich zwar auf, sättigt diese aber nicht, verhält sich also gegen die-selben indifferent; es ist flüchtig. Hinsichts seiner Zusammensetzung istes das seltsamste; es ist nämlich die stickstoffreichste vegetabilische Sub-stanz, die bekannt ist, und enthält selbst wehr Stickstoff, als mehrerethierische Substanzen. Nach einer Zerlegung von Dumas und Pel-letier (Berl. Jahrb. XXVI. 1. S. 122. und Schw. N. I. X. 1. S.95 .) besteht es aus: Kohlenstoff 46 ,si; Stickstoff 21,54; Wasserstoff4,81 und Sauerstoff 27,14. 8 .—100.

Als Bestandtheile der Kaffeebohnen sind demnach anzusehen: 1) Cof-sem; 2) eine Säure, welche von Einigen als eine eigenthümliche Säure,von Andern als Gallussäure angesehen wird; z) ein geruchloses Oel,etwas Harz, Eiweiß, Gummi, Faserstoff rc.

Die rohen Kaffeebohnen sind auch in den medicinischen Gebrauch gezo-gen weiden, zum Theil im concentrirten Aufgusse, als tonisches Mittel,gegen Gift u. s. w.; im gepulverten Zustande standen sie eine Zeitlang alsfiebervertreibeudes Mittel in großem Ansehen. Da sie, wie schon erwähnt,schwer zu pulvern sind, so müssen sie zu diesem Zwecke mit so viel Wasser,daß sie bedeckt sind, übergössen, dann zum Sieden erhitzt, und nun in ge-linder Wärme unter stetem Umrühren beinahe ganz ausgetrocknet werden.