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Base, mit welcher die Säuren verbunden gewesen waren, mußte sich beider aus dem essigsauren Blei freigewordenen Essigsäure befinden, und wirblich erhielt Runge, nach Entfernung des überschüssig zugesetzten Bleiesdurch Schwefelwasserstoffgas, durchs Verdampfen und nach dem Erkalteneine krystallinisch geronnene Masse, die in der Wärme wieder schmolz, undganz eingetrocknet eine bröcklicbe Substanz darstellte, die man, um dasFremdartige abzusondern, mit Alkohol digerirte, der die (essigsaure) Kaffee-base aufnimmt, und durch langsames Verdunsten dieselbe in der Form vonfarblosen krystallinischen Blättchen zurückläßt.
Giese (Schweigg. I. N. R. t. S. 2N8.), der die Base gleichfallsaus der essigsauren Auflösung darstellte, beinerkt, daß sie ein essigsaures Al-kaloid sei), das in über einen Zoll langen, sehr feinen, aus einem Mittel-punkte auskaufenden Svießchen anschieße, einen bittern etwas kaffeeartigenGeschmack habe, und zum Theil verflüchtigt werden könne. Schwefelsaureund Salzsäure entwickeln daraus die Essigsäure. Aus der essigsauren Auf-lösung wird das Alkaloid durch Kali als eine in Wasser und Weingeistschwer lösliche Substanz abgeschieden. Nach Runge soll dagegen die (nochessigsaure) Kaffeebase weder stechend, noch bitter, sondern süßlich herb mdekelhaft schmecken, einen eigenthümlichen ekelhaften Geruch haben, in Ae-ther auflöslich seyn, aus seiner wäßrigen Lösung durch Ammoniak und Kalk-wasser in weißen Flocken gefällt werden, farblos, nicht flüchtig, krystalli-nisch seyn, bei der Hitze des siedenden Wassers in eine bittere Substanzverwandelt werden, und in der Volta'schen Säule zum negativen Polegehen u. s. w.
Die beiden Kaffeesäuren konnten nicht krystallinisch und weiß dargestelltwerden. Die eine, die schon durch den gewöhnlichen Bleizncker nieder-geschlagen wird, gab mit der salzsauren Eisenauflösnng eine intensiv gras-grüne Färbung, nahm mit Aetzkali eine gelbe und mit Ammoniak eine geld-grüne Farbe an, fällte auch in sehr geringem Grade den thierischen Leimund das Eiweiß. Die zweite Kaffeesaure, durch das basische essigsaureBlei fällbar, kommt fast in allen Eigenschaften mit der ersteren überein,und die kleinen Abweichungen hängen wahrscheinlich von einer geringen Bei-mischung eines ander.. Stoffes ab. Wenn die mit kaltem Wasser wiederholtausgezogenen Kaffeebohnen mit Wasser ausgekocht werden, so bekommt maueine grünliche Flüssigkeit, die weder Geruch noch Geschmack hat, beim Ver-dampfen noch intensiver grün wird, die Ursache des Grünwerdens der Boh-nen an der Luft, und die schon erwähnte Eigenschaft besitzt, dem Eiweiß a»der Luft nach einigen Stunden eine intensiv grüne Farbe zu ertheilen. DieseSubstanz nennt Rungedie grüne Kaffeefarbe. Auf die Eisenauflösmigmreagirte jene Flüssigkeit wie die Kaffeesaure.
Die französischen Chemiker Robiquet, Pelletier und Caventou
haben, ohne von den früheren Arbeiten der deutschen Chemiker Notiz zunehmen, den Kaffeestoffgleichfalls dargestellt,ihnCoffenrgenanntundge-nauer untersucht. Nach der Entdeckung deck Chinins suchten diese Chemiker