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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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form und 57 Th. auflöslichem Gummi; so bestehen die fetten Oele ausGame und Stearins u. s. w.

Unverd orben (Trommsd. N. I. VIII. s. S, 154 . und Poggend.Ann. VII. S. 511.) sieht die Harze selbst als negativ elektrische Körper, alsim Wasser unauflösliche Säuren an, weil sie durch Reiben negativ elektrischwerben, in Alkohol aufgelöst die Lackmustinctur rothen, sich in bestimmtenVerhältnissen mit Basen verbinden, und, wenn diese Verbindungen durch dieelektrische Säure zersetzt werden, die Harze an den positiven, die Basenan den negativen Pol gehen. Auch Berze lins (Poggend. Ann. X. 2. S.252.) hat dieser Ansicht entsprechende Resultate erhalten, auch in seinemLehrbuch der Chemie (llk. S. 528 .) mehrere Cvlophonsalze beschrieben.Schon früher hatSt 0 ltze bei dem Harze des Copaivabalsams Eigenschaf-ten einer Säure bemerkt.

Unverdorben (Poggend. Ayn. 1827. IX. S. 27.) theilt die Harzeein in elektro - negative und indifferente. Die ersteren sind vorzüglich Ge-genstand seiner Untersuchungen gewesen, und einige derselben zeigten einestärkere Verwandtschaft zu den Basen, als die Essigsäure und Kohlensäure.Doch richtet sich die Stärke der Mrwandtschaft der negativen Harze zu denBasen nicht nach ihrer Sättigungscapacität; so hat das Guajakharz einestarke Sättigungscapacität und doch eine geringe Verwandtschaft zu denBasen.

Sogenannte Weichbarze eristiren nicht; es sind Verbindungen von Har-zen mit schwer - und leichtflüchtigen Oelen, oder auch mit Weingeist, welchediese Stoffe bei der Destillation mit Wasser äußerst langsam und schwer ab-geben , aber leicht durch gelindes Schmelzen für sich.

Die Harze werden durch Kalilauge im Allgemeinen nicht zersetzt, auchnicht durch Sieden mit ätherischen Oelen.

Die Pinusarten geben verschiedene harzige Ausflüsse (Terpenthine), dieverschiedenartige Harze enthalten. So ist der venetianische Terpenthin zu-sammengesetzt aus: 1) einer großen Menge eines leichtflüchtigen nach Ter-penthin riechenden Oeles; 2) einem schwerflüchtigen Oele, das sehr hart-näckig an die Harze gebunden ist, eine sehr große Menge Wasser gebraucht,um überzudestilliren, und doch nicht gänzlich abdestillirt werden kann. Esriecht schwächer als das erstere, und verharzt sich schon in der Vorlage, wenndiese während des Destillirens heiß geworden ist; es ist farblos und leichterals Wasser; 5) einer großen Menge Colophon oder Pininsäure. Der Vers.hält es durchaus für nöthig, diesem reinen harzigen Bestandtheile des Co-lophons den Namen einer Säure beizulegen, da es so viele indifferente Harzegebe, welche, obgleich im Aeußcrn den elektro-negativen völlig ähnlich, den-noch von diesen getrennt werden müßten; 4) esnem indifferenten Harze, dassich in Alkohol, Bether, den Oelen, selbst in Steinöl, in jedem Verhältnisse

löst, sich durchaus nicht mit Kali oder mit andern Metallorvden verbinden

läßt, und glänzender ist als Colophon; s) einer geringen Menge Bern-steinsäure ; s) einer geringen Menge eines bittern ErtractivstoffeS, der mit