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essigsaurem VIekoryd Niederschläge giebt, durch Stehen an der Lust oderdurch gelinde Erhitzung für sich in einen braunen, in Kali löslichen,und in Wasser unlöslichen Körper übergeht; 7) einer Spur eines inSteinöl unlöslichen Harzes.
Das reine Colophon oder die Pininsäure ist ungefärbt; für sich ge-schmolzen wird sie leicht etwas braun, von einem in geringer Menge sichbildenden Harze, das in Alkohol von 60 ° R. schwerlöslich ist. Erhitzt mandie Pininsäure so stark, daß sie siedet und dampft, so wird sie noch brau.ner, und bildet noch mehr von dem braunen Harze, worein sie beim Einsie-den bis auf z ihres ursprünglichen Umfangs fast vollkommen verwandeltwird. Dieses Harz bezeichnet der Vers. mit dem Namen Colvphvlsänre.
Wenn man Pininsäure in Bether löst, so wirkt sie auf Salze und Ba-sen wie eine Säure. Schüttet man z. B. feingeriebcnes neutrales essig-saures Kupferoryd, bei ch-12 ° N., in die ätherische Lösung der Pininsäure,so wird dasselbe nach und nach gelöst, und die Lösung dadurch grün gefärbt.Nach dem Verfasser verbindet sich die Pininsäure mit dem Kupferoryd, in-dem sie die Essigsäure austreibt, und das gebildete pininsäure Kupferorydlöst sich in Bether auf. Wenn man diese grüne ätherische Lösung an derLust verdampfen läßt, so entweicht erst der Bether, dann die Essigsäure undvininsaures Kupferoryd bleibt zurück. (Wie sehr die Gesetze der chemischenVerwandtschaft durch Flüchtigkeit, Schwer - oder Unauflöslichkeit der neuenGebildeumgeändert werden, ist bekannt. D.) Essigsaures Kupferoryd ist inBether unlöslich, es müßte sich also nach derBerth 0 lle t'schen Lehre derEinwirkung der Pininsäure entziehen.
Wenn kohlensaures Kupferoryd in eine Auflösung der Pininsäure inBether gebracht wird, so entweicht die Kohlensäure unter gelindem Aufbrau-sen, und das gebildete pininsäure Kupferoryd wird gelöst.
Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phvsphorsäure zersetzensowohl das sin Bether gelöste, als das in Wasser fein zertheilte pinin-saure Kupferoryd; in letzterem Falle bleibt jedoch jederzeit eine sehr ge-ringe Menge des Kupfersalzes unzcrsetzt.
Es wird nun das Verhalten der Pininsäure gegen Basen und Salzeangeführt, auch werden in der Fortsetzung (X. S. 2W.) mehrere solcherVerbindungen der Pininsäure mit Basen beschrieben, woraus gefolgertwird, daß die Stelle der Pininsäure, hinsichtlich ihrer VerwandtschaftM den Basen, zwar schwierig zu bestimmen sey, doch sey. sie eine stärkereSäure, als die Essigsäure und Benzol-säure, und eine schwächere als dieOralfäure und Weinsäure. (Hierbei ist immer recht sehr die Beschaffen-heit der entstehenden Verbindungen, rücksichtlich der Auflöslichkeit der-selben in dem angewandten Menstruo, zu berücksichtigen. D.)
In der Fortsetzung seiner Versuche (XI. S. 5SZ.) beschreibt Unver-dorben die Silvin säure. Dieselbe kommt in größerer oder geringererMenge in dem Harze von ?inu, und auch in dem von
Liste, vor. Sie hat alle charakteristischen Eigenschaften der Harze, und