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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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382
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582 Oolopllonlurn

Später hatUnv «rdorben noch gefunden, daß in dem Eoloxhon undin dem Harze von ?inu5 r^lvostrir sich ungefähr 5 Procent eines Harzesfinden, das mit der Talkerde eine in Wasser lösliche Verbindung giebt. Dasaus der aufgelösten Harzmagnesia durch Säuren niedergeschlagene Harzist zum größten Theil in Stein - und Terpentinöle auflöslich.

Das Geigenharz wird aus der Fichte (?in»5 r^Ivsririr k.Mn.), welcheden Terpentin liefert, gewonnen. Die Löcher nämlich, welche man zurSommerzeit in die Rinde des Fichtenstammes bis ins Holz einhaut, werdenim nächstfolgenden Winter von dem ausfließenden Harze, welches erhärtet,wie mit einer Rinde überzogen. Wird dieses, nachdem es gesammelt wor-den, oder der Rückstand von dem Terpentin, von welchem durch Destilla-tion das Terpentinöl geschieden worden, nur so lange über dem Feuer ge-halten, bis es geschmolzen, und die Unreinigkeiten davon abgesondert sind,so giebt es das gemeine oder schlechte Harz, Fichtenharz (lsterin» commu-nir), welches hart, sehr zerbrechlich, schmutzig, braun oder röthlich, beimBrennen von unangenehmem Gerüche ist und zwischen den Fingern leichtzähe wird. Hält man aber dieses Harz ohne alles hinzugegossene Wassersolange über dem Feuer, bis es durchsichtig und rothgelb geworden, undallen Terpentiugeruch verloren hat, so heißt es Geigenharz, «üolopbonium.Gießt man während des Schmelzens und Kochens kaltes Wasser allmäligzu, und läßt es so lange über dem Feuer, bis es die Farbe des gelbenWachses hat, worauf es durchgeseiht wird, so erhält man das weiße HarzskieLins sll>Ä, ?ix slb-e), welches einen schwachen Terpentiugeruch, aberkeinen Geschmack hat. Aus dem Rückstände von der Destillation des Ter-pentinöls, dem sogenannten gekochten Terpentin, wird das Geigenharzdadurch bereitet, daß man denselben über dem Feuer bis zum Braunwcrdeuflüssig erhält.

Das Geigenharz ist je nach der Hitze, welche es ausgehalten hat, hellbräunlichgelb, oder dunkelbraun, undurchsichtig, in dünnen Stücken undSplittern gelb oder rothgelb durchscheinend, glasglänzend, von flach musch-ligem Bruche, spröde, von weißgelbkichem Striche ohne merklichen Geruchund Geschmack. Auf glühenden Kohlen verbreitet es einen starken Rauchvon eigenthümlichem Gerüche. Es löst sich vollkommen in Weinstein, Ae-ther, fetten und ätherischen Oelen auf. Mit Aetzkalilauge bildet eseinedurch-sichtige, dunkel pomeranzenfarbige Flüssigkeit, welche eingedickt eine braune,in dünnen Stücken durchscheinende, zähe, ausgetrocknet aber leichtbrüchigeHarzseife liefert. Doch ist diese Seife verhältnißmäßig viel weniger auflös-lich in Wasser als andere Harzseifen, und wird aus ihrer Auflösung inWasser durch einen Ucberschuß von Aetzkali niedergeschlagen. Das Geigen-harz löst sich leicht in kaltem Vitriolöl.auf und fällt beim Vermischen mitWasser in Verbindung mit Schwefelsäure nieder. Nach Sa ussure istdasGeigenharz wenigstens aus zwei verschiedenen Harzen zusammengesetzt, dasich nur ein Theil desselben in Steinöl auflöst. Diese Auflösung liefertbeim Abdampfen eine verwirrt krpstallisirte klebrige Masse, welche erst nach