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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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392
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Lonvslisri« 1-inn. Gemeine Maiblume.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. II. Taf. ä.

Hayne Arzn. Gew. Bd. III. Taf. 18 .rexusl. 61. VI. Or<I. 1. HexsuckriL IVkonriA^ni»,

Orck. nntuosi. 8milsoese H. Lrown. cku». ^sn.)

Diese allgemein bekannte, ihres Wohlgeruchs und der zierlichen Ge-stalt wegen sehr beliebte Pflanze wächst sehr häufig durch ganz Deutsch-land und den übrigen Landern Europas, in schattigen Wäldern.

Aus der wagrechten, sprossenden, mit Wurzelfasern besetzten Wurzelerhebt sich ein Schaft, der unten mit einigen weißlichen oder fleischfar-benen Scheiden bedeckt sich in zwei länglich-eirunde, an beiden Endenverschmälerte, oben zugespitzte, unten scheidenartige, ungleich längsner-vige Blätter endigt. Neben den beiden Blättern kommt aus einer derobern Scheiden der Blüthenschast, an welchem die weißen, glockenförmi-gen Blumen in einer einseitigen, überhangenden Traube stehen; derKelch ist blumenkronenartig, mit gzähnigem Saume, und trägt s Staub-fäden. Der Fruchtknoten entwickelt sich zu einer kugeligen, scharlachro-then, dreifächerigen Beere mit mehreren Saamen.

Die Maiblume blüht im Mai und Juni; der Saame reift imSeptember.

Die frischen Blüthen wurden ehedem zur Bereitung des destillirtmWassers benutzt. Beim Trocknen, welches schnell geschehen muß, neh-men sie eine gelbliche Farbe an, und verlieren ihren angenehmen Geruch.Der Geschmack derselben ist leicht bitter, etwas scharf und ekelhaft. Derwäßrige Aufguß ist röthlich-gelb, wird durch schwefelsaures Eisen gesättigtroth; die geistige Tinctur von goldgelber Farbe hat mehr Schärfe alsder wäßrige Auszug, dabei auch mehr Bitterkeit. DaS geistige Ertractist weniger scharf, aber um so bitterer, und hat einen balsamischen Geruch,wie gelbes Wachs, welchen Pfaff einem wahrscheinlichen Gehalte vonPollen zuschreibt. Der niesenerregende Bestandtheil der Blumen ist wahr-scheinlich ein scharf harziger, daher sie als kräftiges Mesemittel gebrauchtwerden.

Die Blätter dieser Pflanze geben mit Kalk eine dauerhafte grüne Farbe.

Oopmvs. Der Balsam. Copaivabalsam.

Der aus dem Stengel verschiedener Arten Lopaiksrs im süd-lichen Amerika, vorzüglich in Brasilien, tröpfelnde Saft.

Ein natürlicher klarer Balsam, gelblich, etwas dicker als einfettes Oel, von angenehmem Gerüche und bitterlichem etwasscharfem Geschmacke. Er sey unverfälscht, weder mit Terpen-tin» noch mit Mandelöl vermischt. Der erstere verräth sich,wenn der Balsam auf ein glühendes Eisen getröpfelt wird, durchden eigenthümlichen Geruch, das andere bleibt zurück, wenn der