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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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fette Dammerde lieben. Auch bei dieser Pflanze bemerkt man, wie inEuropa bei mehreren, welche in Niederungen und auf Höhen zugleichvorkommen, daß jene aus dem Gebirge bedeutend kräftiger sind.

Aus einer eiförmigen, länglichen, nach unten mit Fasern besetzten,nach oben die Rudimente früherer Blattstiele zeigenden Wurzel erhebensich die Blatter und Blüthenschaste. Erstere sind kurz gestielt, eiförmig,stumpf, am Grunde etwas herzförmig, jj — 2 Zoll lang, oben mit we-nigen anliegenden Haaren besetzt, unten graugrün, an den Nerven weich-haarig. Die nackten, haarigen, 1 — 2 Zoll langen Blüthenschafte erwei-tern sich in runde Scheiben von etwa j Zoll Durchmesser, welche in Grubendie weiblichen, auf der Fläche zwischen den Gruben die männlichen aus2 Staubfäden mit Rudimenten einer Blumenhülle umgebenen Blumen tra-gen. Die Frucht ist eine zusammengedrückte, abgerundete, einsaamige Kapsel.

Oorskeni« (Düsseld. Samml. X. 9 .) unterscheidet sich

durch größere länglich-herzförmige, fiederartig-eingeschnittene Blättermit ungleich gezähnten spitzen Lappen, durch viereckige am Rande wellen-förmige, ausgerandete Blüthenböden; auch ist die ganze Pflanze viel größer.

Die Wurzel besteht aus einem länglichen, gleichsam gegliederten, 4- 5 Linien dicken Wurzelstocke, aus dem zahlreiche, dünne und ästigeWurzelfasern hervorkommen. Die Farbe ist gelblich, mehr oder wenigerins Braune neigend. Ihr Geschmack ist bitterlich, adftringirend, etwasaromatisch, beim Kauen gelind brennend. Der Geruch ist nicht stark,aber gewürzhaft. Das wäßrige Decoct ist schleimig, der geistige Auszugaber scharf. Diese Wurzel, welche wie die Serpentaria gegen Nervenflebcrund allgemeine Schwäche, so wie gegen den Schlangenbiß angewendetwird, soll im frischen Zustande noch kräftiger wirken als die Serpentaria,aber ihre Eigenschaft schneller verlieren. Daß die Lontrs^ei-v» der Qf-ficinen den Ruf, welchen sie sonst besaß, verloren hat, hängt nach denHerren v. Spir und v. Martius davon ab, baß die Pflanze häufigmit andern Arten det Dorstenie verwechselt wird, welche ihr an Heilkraftinsgesammt weit nachstehen, und weil statt der brasilianischen häufig dieschwächeren merikanischen und westindischen Arten in den Handel kommen.

Der Name Lomr«>erra ist spanischen Ursprungs, und bedeutetGegengift.

LonvAllar!« insislis seu eonvslliuin. Die

Blumen. Maiblumen.

tlonvsllsi-ia msjalis l^irrn. Eine perennirende WaldpflanzeDeutschlands.

Glockenförmige, sechsspaltige, weiße, so lange sie frisch sind,wohlriechende Vlumenkronen, getrocknet und zerrieben Niesenerregend.